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Comcast Q2: NBCUniversal glänzt vor geplanter Unternehmensaufspaltung

Starke Mediensparte, schwächelndes Breitband: Comcast präsentiert gemischte Quartalszahlen und treibt die Trennung beider Geschäftsbereiche voran.

Comcast Q2: NBCUniversal glänzt vor geplanter Unternehmensaufspaltung

Comcast hat am Donnerstag seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorgelegt und dabei ein zweigeteiltes Bild gezeichnet: Während die Mediensparte NBCUniversal mit einem Umsatzsprung von fast 23% im Jahresvergleich glänzte, kämpft das traditionelle Breitband- und Kabelgeschäft weiterhin mit Gegenwind. Der Gesamtumsatz sank leicht um 1,2% auf 29,94 Milliarden US-Dollar – übertraf damit aber die Erwartungen der LSEG-Analysten, die mit 29,3 Milliarden Dollar gerechnet hatten.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 1,04 US-Dollar und übertraf damit die Wall-Street-Erwartungen von 97 Cent deutlich. Der dem Unternehmen zuzurechnende Nettogewinn belief sich auf 3,53 Milliarden US-Dollar. Auf Pro-forma-Basis – unter Berücksichtigung der Anfang des Jahres abgeschlossenen Ausgliederung von Versant – lag der Quartalsumsatz laut Unternehmen sogar um 4,7% höher.

NBCUniversal als Wachstumsmotor

Das Segment Content and Experiences, in dem die TV-, Film- und Themenpark-Aktivitäten von NBCUniversal gebündelt sind, erzielte einen Umsatz von 10,73 Milliarden US-Dollar. Begünstigt wurde das Ergebnis insbesondere durch die FIFA-Weltmeisterschaft, die Mitte Juni begann und in den USA in spanischer Sprache über den konzerneigenen Sender Telemundo übertragen wurde. Der Umsatz der Filmstudios legte um beachtliche 25% zu, und auch die TV-Medieneinheit profitierte von Peacock sowie gestiegenen Werbeeinnahmen.

Im Bereich Themenparks verzeichnete Comcast einen Umsatzanstieg von knapp 3%. Schwäche bei den internationalen Parks wurde dabei durch höhere Einnahmen im Standort Orlando, Florida, mehr als ausgeglichen.

Das Breitband- und Kabelgeschäft unter der Marke Xfinity entwickelte sich hingegen deutlich schwächer. Das Segment Connectivity and Platforms – das Breitband-, Mobilfunk- und Kabel-TV-Angebote umfasst – verzeichnete einen Umsatzrückgang von 3% auf 19,8 Milliarden US-Dollar. Das EBITDA der Einheit fiel um fast 6% auf 7,96 Milliarden Dollar. Comcast meldete erneut Kundenverluste im Breitbandbereich, was den anhaltenden Druck durch Wettbewerber wie 5G-Anbieter widerspiegelt. Das Unternehmen erklärte jedoch, dass seine geänderte Strategie für das Breitbandgeschäft „an Fahrt gewinnt".

Aufspaltung in zwei börsennotierte Unternehmen

Die gegensätzlichen Entwicklungen der beiden Geschäftsbereiche kommen zu einem entscheidenden Zeitpunkt: Comcast hatte vor wenigen Wochen angekündigt, Medien- und Breitbandgeschäft in zwei separate, börsennotierte Unternehmen aufzuspalten. Die Co-CEOs Brian Roberts und Mike Cavanagh bezeichneten die Aufspaltung als „einen wichtigen Schritt zur Schaffung zweier fokussierter Unternehmen mit der finanziellen Stärke und Flexibilität, ihre jeweiligen Wachstumsstrategien zu verfolgen".

Roberts sprach das Thema während der Telefonkonferenz mit Investoren unmittelbar an. Er erklärte, dass er sich nach wochenlangen Gesprächen mit Mitarbeitern sowie Personen innerhalb und außerhalb des Unternehmens „heute positiver und energiegeladener fühle als am Tag der Bekanntgabe". Cavanagh ergänzte, dass die Arbeit an der Trennung unmittelbar nach der Ankündigung begonnen habe – mit dem Ziel, diese in etwa einem Jahr abzuschließen. Cavanagh wird das NBCUniversal-Geschäft nach der Ausgliederung leiten.

Für deutsche Anleger ist Comcast vor allem als Mutterkonzern von NBCUniversal und dem Nachrichtensender CNBC bekannt. Die geplante Aufspaltung könnte künftig neue Investitionsmöglichkeiten schaffen, da beide Geschäftsbereiche eigenständig an der Börse gehandelt werden sollen.

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