Coinbase-CEO Armstrong lehnt US-Kryptogesetz ab
Brian Armstrong, CEO der Kryptobörse Coinbase, hat einen wichtigen Gesetzentwurf zur Regulierung digitaler Assets in den USA abgelehnt. Der Vorstoß gefährdet die Verabschiedung der Gesetzesvorlage im US-Senat.

Der CEO von Coinbase Global Inc (NASDAQ:COIN), Brian Armstrong, hat am Mittwoch einen bedeutenden Gesetzentwurf zur Kryptoregulierung in seiner aktuellen Form abgelehnt. Die führende US-Kryptowährungsbörse könne die Vorlage nicht unterstützen, teilte Armstrong Gesetzgebern und Interessengruppen mit. Dies trübt die Aussichten der Maßnahme erheblich, da sie nun dem Senat zur Prüfung vorliegt.
Der Anfang dieser Woche im Senat eingebrachte Gesetzentwurf enthalte "zu viele Probleme" und könnte die Branche schlechter dastehen lassen als das derzeitige regulatorische Umfeld, so Armstrong. Die vorgeschlagene Gesetzgebung zielt darauf ab, einen umfassenden Rahmen für digitale Vermögenswerte zu schaffen.
Kernpunkte der geplanten Regulierung
Der Gesetzentwurf soll klären, wann Token als Wertpapiere oder Rohstoffe einzustufen sind. Zudem würde die Aufsicht über die Spot-Kryptomärkte der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) übertragen. Dies würde eine grundlegende Neuordnung der regulatorischen Zuständigkeiten bedeuten.
Kritik an zentralen Bestimmungen
Armstrong kritisierte mehrere Bestimmungen scharf. Der Gesetzentwurf würde tokenisierte Aktien faktisch verbieten und die Rolle der CFTC schwächen. Besonders problematisch sei die geplante Abschaffung von "Prämien auf Stablecoins" – ein Kernprodukt von Coinbase. Diese Regelungen würden das Geschäftsmodell der Börse direkt treffen.
Coinbase als einflussreicher Akteur
Ohne die Unterstützung von Coinbase ist unklar, ob der Bankenausschuss des Senats die Gesetzgebung vorantreiben kann. Die Börse hat sich als wichtige Stimme bei der Gestaltung der US-Kryptopolitik etabliert und Millionen an politische Aktionskomitees gespendet, die Pro-Krypto-Kandidaten unterstützten.
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Zur AktienanalyseHoffnung auf Nachbesserungen
"Wir hätten lieber kein Gesetz als ein schlechtes Gesetz", erklärte Armstrong in einer Stellungnahme. Gleichzeitig äußerte er sich optimistisch, dass fortgesetzte Verhandlungen zu einem besseren Ergebnis führen könnten. Der Senat ist für Donnerstag zu einer Beratungssitzung über den Gesetzentwurf angesetzt, bei der die Gesetzgeber voraussichtlich über Änderungen und Modifikationen diskutieren werden.
Für die Kryptobranche steht viel auf dem Spiel. Eine klare Regulierung könnte Rechtssicherheit schaffen, doch die aktuelle Vorlage stößt auf erheblichen Widerstand aus der Industrie. Die kommenden Verhandlungen werden zeigen, ob ein Kompromiss möglich ist.


