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Codelco setzt auf Partnerschaften für neues Wachstum

Staatlicher Kupferriese plant höhere Investitionen und Kooperationen bei neuen Projekten und Explorationen

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Codelco setzt auf Partnerschaften für neues Wachstum

Chiles staatlicher Kupferkonzern Codelco will künftig stärker auf öffentlich-private Partnerschaften setzen, um seine Finanzen zu stärken und die Entwicklung neuer Projekte voranzutreiben. Wie Finanzchef Alejandro Sanhueza erklärte, soll dieses Modell als zentrales Element des Unternehmenswachstums dienen, ohne dabei bestehende Betriebe oder laufende Modernisierungsvorhaben zu betreffen. Hintergrund ist das gesetzlich verankerte Verbot, private Mittel in den Betrieb nationalisierter Minen einfließen zu lassen.

Vor dem Hintergrund einer weltweit steigenden Nachfrage nach Kupfer und Lithium, die durch die Energiewende zusätzlich befeuert wird, steht Codelco unter wachsendem Druck. Die Produktion erreichte 2023 den tiefsten Stand seit 25 Jahren. Gründe dafür waren unter anderem der rückläufige Erzgehalt und Verzögerungen bei wichtigen Projekten zur Modernisierung zentraler Minen. Neue Partnerschaften sollen dazu beitragen, das Produktionsniveau langfristig zu erhöhen.

Nach Angaben Sanhuezas bilden sogenannte Greenfield-Projekte, also neue Erschließungsvorhaben, einen Kernbereich der Expansionsstrategie von Codelco. Sie böten nicht nur eine Gelegenheit zur Zusammenarbeit mit externen Partnern, sondern ermöglichten es auch, Risiken breiter zu streuen. Durch Partnerschaften in der Exploration könne man zusätzliches Kapital und technologische Kapazitäten gewinnen und so den Mehrwert schneller realisieren.

In den vergangenen Monaten schloss Codelco mehrere strategische Allianzen, unter anderem mit den Bergbaukonzernen Rio Tinto und BHP, um neue potenzielle Kupferlagerstätten zu erkunden. Zudem unterhält das Unternehmen bereits eine Kooperation mit Freeport McMoRan an der El-Abra-Mine und hält Anteile an Anglo American Sur. Im laufenden Jahr übernahm Codelco außerdem zehn Prozent des Quebrada-Blanca-Vorkommens von der staatlichen Enami.

Ein weiterer Fokus liegt auf dem gemeinsamen Aufbau von Infrastrukturen, der Einführung neuer Technologien sowie der Verringerung von Umweltauswirkungen. Ein bereits angekündigtes Projekt mit Anglo American sieht den gemeinsamen Betrieb benachbarter Kupferminen vor und soll laut Unternehmensangaben über einen Zeitraum von 21 Jahren zu einer zusätzlichen Jahresproduktion von 120.000 Tonnen führen. Die Finalisierung dieser Vereinbarung wird für September angestrebt.

Parallel zu den Partnerschaften verstärkt Codelco auch seine eigenen Explorationsanstrengungen. Laut Sanhueza lag das Budget in den Jahren 2023 und 2024 bei durchschnittlich 83 Millionen US-Dollar pro Jahr. Zwischen 2025 und 2029 soll es auf jährlich 150 Millionen Dollar steigen. Die Kombination aus eigenen Ressourcen und externen Kooperationen sieht das Unternehmen als strategischen Vorteil in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt.

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