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Codelco: El Teniente Mine bleibt nach tödlichem Unfall fünf Jahre unter Kapazität

Chilenischer Staatskonzern rechnet mit gedrosselter Produktion von 301.000 Tonnen Kupfer pro Jahr nach Grubenunglück 2024.

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Codelco: El Teniente Mine bleibt nach tödlichem Unfall fünf Jahre unter Kapazität

Die Produktion in der chilenischen Kupfermine El Teniente wird nach einem tödlichen Unfall im vergangenen Jahr für mindestens fünf Jahre deutlich unter dem früheren Niveau bleiben. Dies erklärte Minenleiter Claudio Sougarret am Dienstag gegenüber Reuters. Die Mine, die zum weltgrößten Kupferproduzenten Codelco gehört, plant für 2025 eine Förderung von 301.000 Tonnen des roten Metalls. "Wir hoffen, diese Produktion etwas steigern zu können", sagte Sougarret, räumte jedoch ein, dass die Fördermengen "wahrscheinlich in diesem Bereich liegen und dort für die nächsten fünf Jahre bleiben werden".

Bei einem Einsturz auf dem Minengelände kamen im vergangenen Jahr mehrere Arbeiter ums Leben. Seither ist ein Abschnitt der Mine geschlossen. Eine vorläufige Untersuchung ergab, dass wahrscheinlich ein starkes Erdbeben den Kollaps in der zuvor profitabelsten Mine von Codelco auslöste. Der angekündigte Abschlussbericht zu dem Vorfall steht weiterhin aus, obwohl Codelco eine Veröffentlichung bis Ende 2024 zugesagt hatte. Weder Sougarret noch Codelco-Chairman Maximo Pacheco wollten sich zu einem neuen Veröffentlichungstermin äußern.

Umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen geplant

Um den Betrieb wieder vollständig aufnehmen zu können, muss der chilenische Staatskonzern die seismische Überwachung am Standort grundlegend überarbeiten. "Codelco ist verpflichtet, neue und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen nach Bedarf einzuführen", betonte Pacheco. Über die Kosten der geplanten Renovierungen machte er keine Angaben. Sougarret zeigte sich jedoch optimistisch: "Wir hoffen, dass wir auf der Grundlage der von uns durchgeführten Studien in der Lage sein werden, die Mineralien auf der Nordseite der Mine zu gewinnen."

Codelco hatte zunächst erklärt, die Produktion werde für drei Jahre beeinträchtigt sein. Die nun angekündigte Verlängerung auf fünf Jahre verschärft die Herausforderungen für den Konzern. Reuters berichtete exklusiv, dass Codelco in diesem Jahr Investitionen von 3,9 Milliarden US-Dollar plant, basierend auf einem Kupferpreis von 4,90 US-Dollar pro Pfund – deutlich unter den aktuellen Marktpreisen. "Codelco muss selbst in verschiedenen Preisszenarien wettbewerbsfähig sein", erklärte Pacheco gegenüber Reuters.

Bedeutung für den globalen Kupfermarkt

Die gedrosselte Produktion in El Teniente hat weitreichende Auswirkungen auf den globalen Kupfermarkt. Als weltgrößter Kupferproduzent spielt Codelco eine zentrale Rolle bei der Versorgung der Industrie mit dem für die Energiewende unverzichtbaren Metall. Kupfer wird für Elektrofahrzeuge, erneuerbare Energien und die Netzinfrastruktur dringend benötigt. Die reduzierten Fördermengen könnten bei anhaltend hoher Nachfrage zu Versorgungsengpässen und steigenden Preisen führen, wovon auch deutsche Industrieunternehmen betroffen wären.

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