Coca-Cola und Walmart: Zwei Dividendenaktien zum Verdoppeln
Zuverlässige Erträge, starke Bilanzen und Jahrzehnte an Dividendenerhöhungen – warum Coca-Cola und Walmart langfristig überzeugen.

Wachstumsstarke Technologieaktien dominieren die Schlagzeilen, doch für viele Privatanleger sind Dividendentitel das Rückgrat eines stabilen Portfolios. Zwei Aktien stechen dabei besonders hervor: Coca-Cola (KO) und Walmart (WMT). Beide gelten als klassische „Set-it-and-forget-it"-Investments – Werte, die man kauft und langfristig hält, ohne ständig die Kursentwicklung im Blick behalten zu müssen.
Beide Unternehmen zählen zu den sogenannten Dividendenkönigen – einer exklusiven Gruppe von Unternehmen, die ihre Dividende seit mindestens 50 aufeinanderfolgenden Jahren erhöht haben. Diese Konstanz ist in der Finanzwelt selten und für einkommensorientierte Anleger besonders wertvoll.
Der Getränkekönig regiert weiterhin uneingeschränkt
Coca-Cola ist einer der traditionsreichsten Blue-Chip-Dividendenwerte am Markt. Das Unternehmen verfügt über weltweite Markenbekanntheit, zeitlose Produkte und ein unübertroffenes Vertriebsnetz – eine Kombination, die sich jeder Anleger von einem Dividendentitel wünscht.
Ein entscheidender strategischer Vorteil von Coca-Cola ist das kapitalarme Geschäftsmodell. Das Unternehmen füllt seine Produkte nicht selbst ab, sondern verkauft Konzentrate und Sirupe an lokale Vertriebspartner, die Abfüllung und Distribution übernehmen. Das reduziert den Bedarf an teurer Infrastruktur wie Lkw-Flotten und Maschinen, verbessert die Margen und ermöglicht eine flexible, weltweite Expansion durch Partner mit lokalem Know-how.
Die Dividendenbilanz von Coca-Cola ist beeindruckend: Das Unternehmen blickt auf 64 aufeinanderfolgende Jahre mit Dividendenerhöhungen zurück. Im jüngsten Quartal, das am 3. April endete, erzielte Coca-Cola einen Nettogewinn von 3,92 Milliarden US-Dollar und schüttete 2,28 Milliarden US-Dollar an Dividenden aus – das entspricht 0,53 US-Dollar je Aktie. Die Ausschüttungsquote von 58 Prozent liegt in einem gesunden Bereich, der Anleger nicht beunruhigen sollte.
In den vergangenen zehn Jahren lag die Dividendenrendite von Coca-Cola im Durchschnitt bei rund 3 Prozent – deutlich über dem Durchschnitt des S&P 500 im gleichen Zeitraum. Wer die Aktie nicht wegen zweistelliger Kursgewinne hält, sondern wegen ihrer Verlässlichkeit, wird selten enttäuscht.
Der sich wandelnde Einzelhandelsriese, den man nicht ignorieren kann
Walmart ist ein anderer Typ von Dividendenaktie – mit einer aktuellen Rendite von knapp über 0,7 Prozent und einem Zehnjahresschnitt von 1,7 Prozent liegt das Unternehmen deutlich unter Coca-Cola. Der Grund: Die Aktie hat in den vergangenen fünf Jahren um 178 Prozent zugelegt (Stand: 20. Mai), was die Rendite rechnerisch drückt.
Das Geschäftsmodell von Walmart ist auf Volumen und niedrige Preise ausgelegt – ein Ansatz, der in guten wie in schlechten wirtschaftlichen Zeiten funktioniert. Bis zum vergangenen Jahr erzielte Walmart mehr Umsatz als jedes andere börsennotierte Unternehmen der Welt. Im letzten Geschäftsjahr erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 713,2 Milliarden US-Dollar und einen Nettogewinn von 22,3 Milliarden US-Dollar.
Besonders interessant für Anleger ist die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Walmart baut gezielt margenstärkere Geschäftsbereiche aus:
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(ähnlich dem Amazon-Prime-Modell)
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Diese drei Segmente sind deutlich profitabler als das klassische Einzelhandelsgeschäft und dürften das Nettoergebnis langfristig weiter verbessern. Walmart ist ebenfalls ein Dividendenkönig mit 53 aufeinanderfolgenden Dividendenerhöhungen – ein klares Signal für die finanzielle Stärke und den Willen des Unternehmens, Aktionäre kontinuierlich zu belohnen.
Für Anleger, die ein ausgewogenes Portfolio aus Wachstum und Ertrag anstreben, bieten Coca-Cola und Walmart zwei unterschiedliche, aber gleichermaßen überzeugende Ansätze. Während Coca-Cola mit einer attraktiven laufenden Rendite und stabilen Cashflows punktet, überzeugt Walmart durch Kurspotenzial und strukturelles Wachstum in margenstarken Bereichen. Beide Werte eint die Fähigkeit, unabhängig vom Konjunkturzyklus Erträge zu generieren – eine Eigenschaft, die in unsicheren Marktphasen besonders wertvoll ist.


