ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

CNBC-Ranking: 20 Jahre US-Bundesstaaten im Wirtschafts-Wettbewerb

Seit 2007 bewertet CNBC alle 50 US-Bundesstaaten nach ihrer Wirtschaftsfreundlichkeit – mit überraschenden Gewinnern und Verlierern.

CNBC-Ranking: 20 Jahre US-Bundesstaaten im Wirtschafts-Wettbewerb

Seit 20 Jahren veröffentlicht der US-Finanzsender CNBC sein Ranking „America's Top States for Business" – eine umfassende Bewertung aller 50 US-Bundesstaaten nach ihrer Attraktivität für Unternehmen. Was 2007 unter Präsident George W. Bush als Analyse begann, ist heute ein einflussreiches Instrument für Wirtschaftspolitiker, Investoren und Konzerne geworden. Selbst Amazon gab an, das Ranking bei der Suche nach einem zweiten Hauptquartier (HQ2) im Jahr 2018 konsultiert zu haben.

Der Ursprung des Rankings liegt in einer wirtschaftlich angespannten Phase: Die US-Wirtschaft expandierte zwar, doch das explosive Wachstum am Immobilienmarkt zeigte erste Risse. Bundesstaaten gingen zunehmend aggressiv vor, um neue Unternehmen anzulocken und bestehende zu halten. CNBC wollte untersuchen, welche Staaten dabei besonders erfolgreich waren – und warum. Seitdem nutzen Gouverneure in Spitzenstaaten die Platzierungen als politisches Aushängeschild, während Oppositionspolitiker in schwächer platzierten Staaten die Rankings als Angriffsfläche gegen die Regierungspartei verwenden.

Die beständigen Gewinner und Verlierer

Nach zwei Jahrzehnten zeichnen sich klare Muster ab. Virginia, Texas und North Carolina gehören zu den bemerkenswert konstanten Spitzenreitern – sie landeten selten außerhalb der Top 10. Auf der anderen Seite stehen Alaska, Hawaii, Rhode Island und West Virginia, die durchgehend zu den Schlusslichtern zählen. Teils liegen die Gründe dafür außerhalb ihrer Kontrolle, teils schienen sich diese Staaten laut CNBC selbst im Weg zu stehen.

Doch das Ranking zeigt auch dramatische Auf- und Abstiege. Michigan ist das eindrücklichste Beispiel für eine Aufholjagd: 2007 belegte der „Wolverine State" noch den 41. Gesamtrang – darunter Platz 46 in der Kategorie Wirtschaft. Die US-Automobilindustrie stand damals kurz vor ihrer schwersten Krise, GM und Chrysler waren nur Monate vom Konkurs entfernt. Heute rangiert Michigan auf Platz 6 – die größte Verbesserung eines Bundesstaates innerhalb der gesamten 20-jährigen Ranking-Geschichte. Als Treiber nennt CNBC niedrige Kosten, eine hervorragende Infrastruktur und guten Zugang zu Kapital.

Ohio und South Dakota: Aufstieg und Fall

Ohio ist im aktuellen Ranking 2026 sogar der Spitzenreiter unter den wirtschaftsfreundlichsten Bundesstaaten – und das, obwohl der Staat 2007 nur den 30. Gesamtplatz belegte. Damals hatte Ohio zwischen 2000 und 2007 rund 250.000 Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe verloren und lag bei den Geschäftskosten auf Rang 33. Heute belegt Ohio in dieser Kategorie den ersten Platz – ein bemerkenswerter Wandel.

Das Gegenstück dazu liefert South Dakota. Der Staat startete 2007 auf Platz 18 und stieg 2013 sogar zum Gesamtsieger auf. Im Ranking 2026 jedoch fällt South Dakota auf Platz 44 zurück. In der Kategorie Wirtschaft landet der Staat auf Platz 45 – verglichen mit Platz 24 im Jahr 2007. Auch bei der Lebensqualität verschlechterte sich die Bewertung: von Platz 18 im ersten Jahr auf Platz 33 im aktuellen Ranking.

Ähnlich verlief die Entwicklung Idahos. 2007 gehörte der Staat mit Platz 6 bei den niedrigsten Geschäftskosten noch zu den attraktivsten Standorten. Im Ranking 2026 fällt Idaho auf den 30. Gesamtrang und auf Platz 28 bei den Geschäftskosten zurück. Diese Entwicklungen verdeutlichen, dass wirtschaftspolitische Wettbewerbsfähigkeit keine statische Größe ist – Bundesstaaten können innerhalb weniger Jahrzehnte sowohl aufsteigen als auch deutlich an Boden verlieren. Für internationale Investoren und Unternehmen, die den US-Markt im Blick haben, liefert das CNBC-Ranking damit eine wertvolle Orientierungshilfe über zwei Jahrzehnte hinweg.

Cnbc Top States For BusinessUs-Bundesstaaten WirtschaftsrankingOhio WirtschaftsfreundlichkeitMichigan WirtschaftsaufschwungSouth Dakota RankingAmerika UnternehmensstandortUs-Wirtschaft Bundesstaaten Vergleich

Disclaimer