Clear Street peilt $11,8 Milliarden Bewertung bei US-Börsengang an
Prime-Brokerage-Plattform will bis zu $1,05 Milliarden einsammeln – BlackRock zeigt Interesse

Der Wall-Street-Broker Clear Street strebt bei seinem bevorstehenden Börsengang an der Nasdaq eine Bewertung von bis zu $11,8 Milliarden an. Das 2018 gegründete Unternehmen plant, 23,8 Millionen Aktien zu einem Preis zwischen $40 und $44 je Aktie zu platzieren und könnte damit bis zu $1,05 Milliarden einsammeln.
Das in New York ansässige Fintech-Unternehmen startete ursprünglich als Prime-Brokerage-Plattform und hat sein Geschäft seitdem deutlich ausgebaut. Heute umfasst das Portfolio auch Investmentbanking und Aktienresearch. Von BlackRock verwaltete Fonds haben bereits Interesse signalisiert, Clear Street-Aktien im Wert von bis zu $200 Millionen zu erwerben.
Clear Street profitiert vom boomenden Prime-Brokerage-Geschäft, das Hedgefonds zentrale Dienstleistungen wie Risikosteuerung, Portfolio-Überwachung und Geschäftsentwicklung bietet. Das Multimilliarden-Dollar-Segment florierte im vergangenen Jahr besonders, da große Multi-Strategie-Hedgefonds trotz Marktvolatilität robuste Renditen erzielten.
Außergewöhnliches Wachstum im Vorfeld
Die Zahlen des Unternehmens unterstreichen die positive Entwicklung: Für 2025 erwartet Clear Street einen Netto-Umsatz zwischen $1,04 und $1,06 Milliarden – mehr als eine Verdopplung gegenüber den $463,6 Millionen des Vorjahres. Steigende Unternehmensbewertungen und die wachsende Zahl neuer Hedgefonds in den vergangenen Jahren haben das Prime-Brokerage-Geschäft beflügelt.
Der Börsengang unter dem Ticker "CLRS" wird von einem hochkarätigen Bankenkonsortium begleitet. Goldman Sachs, BofA Securities, Morgan Stanley, UBS Investment Bank und Clear Street selbst fungieren als federführende Konsortialführer.
IPO-Markt erwacht zu neuem Leben
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Zur AktienanalyseClear Street ist Teil einer Welle von Börsengängen, die den US-Kapitalmarkt Anfang 2026 beleben. Acht Unternehmen sollen diese Woche bei ihrem New Yorker Debüt jeweils mindestens $100 Millionen einnehmen. Laut Renaissance Capital, einem auf IPOs spezialisierten Research-Anbieter, wird dies die geschäftigste Woche für umfangreiche Emissionen seit 2021.
Die Aktienmärkte auf Rekordniveau und eine aufgestaute Nachfrage nach neuen Listungen schaffen ein günstiges Umfeld für Börsengänge. Der IPO-Markt nimmt damit wieder Fahrt auf, nachdem der historische Regierungsstillstand in den USA im vergangenen Jahr den Dealflow erheblich gestört hatte.


