ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Citi stuft Kupfer auf bullish hoch und sieht 15.000 Dollar

Die US-Großbank hebt ihre Kupferprognose deutlich an – getrieben von Zöllen, Angebotsknappheit und starker Nachfrage aus Energiewende und KI.

Citi stuft Kupfer auf bullish hoch und sieht 15.000 Dollar

Citi hat seine Einschätzung für Kupfer nach mehreren Monaten einer weitgehend neutralen Haltung auf „Bullish" hochgestuft. Die US-Großbank hebt ihre kurzfristige Preisprognose auf 14.500 US-Dollar pro Tonne an und peilt innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate sogar 15.000 US-Dollar pro Tonne an. Damit gehört Citi zu den optimistischsten Stimmen am Kupfermarkt.

Als treibende Kräfte nennt die Bank gleich mehrere Faktoren: Rückenwind durch US-Zölle, ein knapperes Angebot sowie eine robuste Nachfrage aus der Energiewende und dem Ausbau der KI-Infrastruktur. Analyst Tom Mulqueen erklärte in einer Mitteilung an Kunden, dass die Bank erwarte, der Markt werde sich stabil halten, selbst wenn die Straße von Hormus bis Juli geschlossen bleibe. Eine frühere Lösung des Nahostkonflikts würde hingegen zusätzliches Aufwärtspotenzial für Risikoanlagen bieten.

Zölle als stützender Faktor bis Juni

In Bezug auf die US-Handelspolitik erklärte Citi, dass „Befürchtungen hinsichtlich US-Kupferzöllen bis Juni stützend wirken können". Das Unternehmen geht dabei eher von einer strategischen Mehrdeutigkeit der US-Politik aus als von einer definitiven Zollankündigung. Diese Haltung ziele darauf ab, überschüssige Kupfervorräte in den USA zu halten und die Marktstimmung bis zur Überprüfungsfrist Ende Juni zu untermauern.

Für deutsche Anleger ist dieser Aspekt besonders relevant: Kupfer gilt als wichtiger Frühindikator für die globale Konjunktur und wird an der London Metal Exchange (LME) in US-Dollar gehandelt. Zölle, die Kupfer in die USA umlenken, können das globale Angebot außerhalb der USA verknappen und so die Preise weltweit treiben.

Angebotsdefizit bis 2027 erwartet

Das Angebot gilt laut Citi als weiterer entscheidender Faktor für den Preisanstieg. Die Bank schätzt die Wachstumserwartungen für das Kupferangebot nun konservativer ein als bisher. Sowohl die Schrott- als auch die Minenproduktion sollen bis 2026 und 2027 hinter den Erwartungen zurückbleiben. Für das Jahr 2027 prognostiziert Citi ein Marktdefizit von rund 360.000 Tonnen – eine erhebliche Lücke, die den Preis strukturell stützen dürfte.

Auf der Nachfrageseite zeigte der unternehmenseigene Tracker für den Endverbrauch im März ein verhaltenes Wachstum im Jahresvergleich. Dies spiegelt teilweise die hohe Vergleichsbasis durch Chinas vorgezogene Installationen im Bereich der erneuerbaren Energien im Jahr 2025 wider. Dennoch sieht Citi Aufwärtspotenzial: Die jüngsten Verbesserungen der weltweiten Einkaufsmanagerindizes (PMIs) für das verarbeitende Gewerbe deuten auf einen Anstieg des zyklischen Konsums hin.

Risiken bleiben bestehen

Trotz des optimistischen Ausblicks warnt Citi vor Tail-Risiken. Kupfer bleibe weiterhin anfällig für einen anhaltenden Nahostkonflikt. Nach Juni könnte zudem das Nachlassen der Einpreisung von Zollrisiken zu Gegenwind führen – insbesondere dann, wenn sich die Stärke des physischen Marktes und eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus nicht wie erwartet materialisieren.

Für Anleger, die in Kupfer oder kupferbezogene Aktien investieren, bleibt das Bild damit zweigeteilt: kurzfristig stützende Faktoren durch Zollpolitik und Angebotsknappheit, mittelfristig jedoch Unsicherheiten durch geopolitische Risiken und das mögliche Abflauen der Zollprämie.

Kupfer PreisprognoseCiti Kupfer BullishKupferpreis 2025Kupfer AngebotsdefizitKupfer Zölle UsaEnergiewende KupfernachfrageKupfer Ki-InfrastrukturLme Kupfer

Disclaimer