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Citi kassiert rund 70 Millionen Dollar bei SK-Hynix-Börsengang

Die Citigroup erhält beim US-Listing des südkoreanischen Chipherstellers SK Hynix eine der höchsten Gebühren aller beteiligten Konsortialbanken.

Citi kassiert rund 70 Millionen Dollar bei SK-Hynix-Börsengang

Die Citigroup wird für ihre Rolle beim US-Börsengang von SK Hynix voraussichtlich rund 70 Millionen US-Dollar an Honoraren einstreichen. Das berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Damit zählt Citi zu den bestbezahlten Banken in dem gesamten Konsortium, das den Börsengang des südkoreanischen Halbleiterherstellers begleitet hat.

SK Hynix nahm durch den Verkauf von American Depositary Receipts (ADRs) insgesamt 26,5 Milliarden US-Dollar ein. ADRs sind Zertifikate, die an US-Börsen gehandelt werden und ausländische Aktien repräsentieren – ein gängiges Instrument, um internationalen Unternehmen den Zugang zum amerikanischen Kapitalmarkt zu ermöglichen. Der Handel der SK-Hynix-ADRs soll am Freitag an der Nasdaq unter dem Tickersymbol „SKHYV" beginnen.

Gebührenpool könnte 140 Millionen Dollar übersteigen

Die Dimension des Deals spiegelt sich auch im Gesamtvolumen der Bankgebühren wider. Laut einem Bericht der Financial Times könnte der gesamte Gebührenpool für alle am Börsengang beteiligten Banken die Marke von 140 Millionen US-Dollar überschreiten. Citi würde demnach allein rund die Hälfte dieser Summe auf sich vereinen – ein außergewöhnlich hoher Anteil für eine einzelne Bank.

SK Hynix ist einer der weltgrößten Hersteller von Speicherchips und gilt als wichtiger Zulieferer für die globale Halbleiterindustrie. Das südkoreanische Unternehmen steht im direkten Wettbewerb mit Samsung und dem US-amerikanischen Konzern Micron Technology. Mit dem US-Listing über ADRs erschließt sich SK Hynix einen direkten Zugang zu amerikanischen institutionellen und privaten Investoren, ohne eine vollständige Notierung an einer US-Börse durchführen zu müssen.

Bedeutung für den globalen Kapitalmarkt

Für Investmentbanken wie die Citigroup sind solche Großmandate im Bereich Equity Capital Markets (ECM) ein bedeutendes Geschäftsfeld. Gebühren in dieser Größenordnung sind selbst im internationalen Vergleich bemerkenswert und unterstreichen die strategische Bedeutung des Deals. Ein Gesamtgebührenpool von über 140 Millionen US-Dollar für ein einzelnes Listing gehört zu den größten der jüngeren Kapitalmarktgeschichte.

Für deutsche Anleger ist das SK-Hynix-Listing aus mehreren Gründen relevant: Der Halbleitersektor gilt als Schlüsselindustrie für die Digitalisierung und künstliche Intelligenz. SK Hynix ist ein bedeutender Produzent von HBM-Speicherchips (High Bandwidth Memory), die unter anderem in KI-Beschleunigern eingesetzt werden. Die Möglichkeit, über ADRs an der Nasdaq in das Unternehmen zu investieren, könnte das Interesse internationaler Anleger deutlich steigern.

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