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Citi empfiehlt Software-Aktien nach KI-bedingtem Kursrückgang als Kaufgelegenheit

Analysten sehen fundamentale Chance trotz Bewertungsabschlag durch KI-Unsicherheiten im Sektor

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Citi empfiehlt Software-Aktien nach KI-bedingtem Kursrückgang als Kaufgelegenheit

Die US-Investmentbank Citi hat nach dem jüngsten Ausverkauf bei Software-Aktien eine attraktive Einstiegsmöglichkeit für Anleger identifiziert. Trotz Kursverlusten von mindestens 10 Prozent im vergangenen Monat zeigen viele Titel weiterhin positive Gewinnrevisionen für die Jahre 2025 bis 2027.

Die Analysten um Drew Pettit haben aus einem Universum von rund 90 Software-Unternehmen 22 Aktien herausgefiltert, die besondere Merkmale aufweisen. Bei diesen Werten sind die Konsensschätzungen für den Gewinn je Aktie in den letzten sechs Monaten nach oben korrigiert worden, während gleichzeitig die impliziten Terminal-Bewertungsmultiplikatoren gesunken sind und nun unter den erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnissen liegen.

"Im Grunde suchen wir nach Aktien, bei denen das Terminal Multiple ausreichend bereinigt wurde, sodass eine potenzielle Kurserholung von hier aus nicht allein auf der Stimmung oder einem technisch bedingten Re-Rating basiert", erklären die Citi-Analysten in ihrer aktuellen Mitteilung an Investoren.

Top-Empfehlungen für jedes KI-Szenario

Die Investmentbank hebt mehrere mit "Buy" bewertete Aktien hervor, die nach Einschätzung der Analysten "für jedes KI-Szenario gut positioniert" sind. Dazu zählen Dynatrace, Microsoft, Cloudflare und Rubrik. Diese Unternehmen sollen unabhängig davon profitieren, wie sich die Künstliche Intelligenz auf die Software-Branche auswirkt.

Besonders interessant: Palantir Technologies wird als relativer Gewinner auch in einem bärischen "KI-Disruptions"-Szenario für die Software-Industrie eingestuft. Das Unternehmen könnte demnach selbst dann überdurchschnittlich abschneiden, wenn KI traditionelle Software-Geschäftsmodelle stärker unter Druck setzt.

Bewertungsabschlag bereits weitgehend eingepreist

Nach Einschätzung von Citi ist der jüngste Kursdruck im Software-Sektor hauptsächlich auf die Unsicherheit über KI-bezogene Geschäftsmodellrisiken zurückzuführen. Die Märkte bestrafen die Terminal-Bewertungsmultiplikatoren, nicht jedoch die kurzfristigen Fundamentaldaten der Unternehmen.

Die Bank schätzt, dass eine Kürzung der Terminal Multiples für den S&P 500 Software & Services um etwa 10 Prozent bereits vollständig in den Kursen eingepreist ist. Eine stärkere Reduzierung um 20 Prozent sei dagegen nur teilweise berücksichtigt.

Trotz des Ausverkaufs setzt der Software-Sektor laut den Analysten "keine belastenden impliziten Wachstumserwartungen", selbst wenn die Terminal-Bewertungen um 10 bis 20 Prozent sinken würden. "Daher sollten Aufwärtsrevisionen für die Kursentwicklung von Bedeutung sein, zumindest im relativen Sinne", so die Experten.

Gewinndynamik als entscheidender Faktor

In einem "voll bewerteten und volatileren Bullenmarkt" wird nach Ansicht des Citi-Teams die Gewinndynamik entscheidend sein. Positive Gewinnrevisionen für Software-Aktien könnten ein wichtiger fundamentaler Katalysator werden, um Anleger zurück zu Titeln zu führen, die im Einklang mit der breiteren Branchengruppe korrigiert haben.

Für deutsche Investoren bietet sich damit eine Gelegenheit, qualitativ hochwertige Software-Aktien zu attraktiveren Bewertungen zu erwerben. Die Kombination aus gesunkenen Kursen bei gleichzeitig steigenden Gewinnerwartungen deutet auf ein verbessertes Chance-Risiko-Verhältnis hin.

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