ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Citadel steigt in Industriemetall-Handel ein

Der Hedgefonds Citadel von Ken Griffin erweitert sein Rohstoffgeschäft um Industriemetalle. Nach jahrelangem Fokus auf Energie und Edelmetalle nutzt der Fonds nun den Boom bei Kupfer und Zinn.

Citadel steigt in Industriemetall-Handel ein

Der US-Hedgefonds Citadel, bekannt für seine erfolgreichen Rohstoffgeschäfte, wagt sich erstmals in den Handel mit Industriemetallen. Das von Ken Griffin geleitete Unternehmen aus Miami hat dafür Ylan Adler als Portfoliomanager verpflichtet, der ein rohstoffübergreifendes Mandat mit Schwerpunkt auf Metalle übernimmt.

Strategischer Kurswechsel nach Jahren der Zurückhaltung

Der Schritt markiert eine bedeutende Wende für Citadel. Bisher hatte der Hedgefonds Basismetalle wie Kupfer und Zink bewusst gemieden, da er die Wettbewerbssituation als schwierig einschätzte. Etablierte Händler wie Glencore und Trafigura dominieren den Markt und verfügen zusätzlich über eigene Produktionsanlagen – ein Vorteil, den reine Finanzinvestoren nicht haben.

Dennoch ist Citadel im Rohstoffgeschäft kein Neuling. Im Edelmetallhandel ist der Fonds bereits seit mehreren Jahren aktiv. Vor allem aber hat sich das Unternehmen zu einem der größten physischen Erdgashändler in den USA entwickelt. Das Rohstoffgeschäft erwirtschaftete 2022 beeindruckende 8 Milliarden Dollar Gewinn.

Boom bei Industriemetallen lockt Investoren

Der Zeitpunkt des Einstiegs ist strategisch gewählt. Die Preise für Industriemetalle wie Kupfer und Zinn haben zuletzt Rekordhöhen erreicht. Treiber sind die globale Energiewende und die steigende Nachfrage nach Metallen für Elektromobilität und erneuerbare Energien. Kupfer gilt dabei als das "neue Öl" der Energiewende.

Citadel folgt damit einem breiteren Branchentrend. Auch andere Hedgefonds haben ihre Aktivitäten im Metallhandel in den vergangenen Monaten verstärkt. Der Erfolg von Citadel im Rohstoffgeschäft hat bereits Konkurrenten dazu veranlasst, verstärkt Experten für diesen Bereich zu rekrutieren.

Bescheidener Start mit großem Potenzial

Im Vergleich zu den groß angelegten Einstellungskampagnen mancher Wettbewerber wirkt die Verpflichtung von Adler zunächst bescheiden. Dennoch signalisiert sie eine klare strategische Ausrichtung. Citadel diversifiziert sein Rohstoffportfolio und positioniert sich für langfristige Trends im Metallmarkt.

Für den deutschen Markt ist die Entwicklung relevant, da Industriemetalle auch für die hiesige Industrie von zentraler Bedeutung sind. Steigende Preise und zunehmende Spekulation könnten die Beschaffungskosten für Automobilhersteller und Maschinenbauer weiter erhöhen.

CitadelIndustriemetalleKupferHedgefondsKen Griffin

Disclaimer