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Citadel-Chef Griffin finanzierte Pochettino als US-Fußballnationaltrainer mit

Hedgefonds-Milliardär Ken Griffin leistete den größten finanziellen Beitrag zur Verpflichtung von Trainer Mauricio Pochettino für die US-Nationalmannschaft.

Citadel-Chef Griffin finanzierte Pochettino als US-Fußballnationaltrainer mit

Ken Griffin, Gründer und Chef des Hedgefonds Citadel, hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die US-amerikanische Fußballnationalmannschaft der Männer bei der Weltmeisterschaft 2026 die K.-o.-Runde erreicht hat. Wie ein Sprecher von Citadel gegenüber Reuters bestätigte, leistete Griffin den größten finanziellen Einzelbeitrag zur Verpflichtung des argentinischen Trainers Mauricio Pochettino – und das vor fast zwei Jahren.

Pochettino, der zuvor renommierte Vereine wie Tottenham Hotspur, Paris Saint-Germain und Chelsea trainiert hatte, wurde angeworben, um den US-Kader nach dem Ausscheiden bei der Copa América 2024 neu aufzubauen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Mannschaft hat die Runde der letzten 32 bei der WM 2026 erreicht und trifft am 1. Juli auf Bosnien und Herzegowina.

Leidenschaft für Fußball seit Kindheitstagen

Griffins Engagement für den Fußball ist keine bloße Investorengeste. Der 57-jährige Hedgefonds-Manager begann bereits im Alter von sechs Jahren mit dem Fußballspielen. Er spielte in einer Highschool-Mannschaft, die den zweiten Platz im Bundesstaat belegte, und war auch als Erwachsener noch aktiv – sowohl als Spieler als auch als Trainer. Als sein Hedgefonds-Kollege Scott Goodwin ihn bat, bei der Finanzierung von Pochettinos Zweijahresvertrag zu helfen, zögerte Griffin laut Citadel-Sprecher nicht.

Wie viel Griffin konkret gezahlt hat, konnte Reuters nicht in Erfahrung bringen. Fest steht jedoch: Der Milliardär ist kein Unbekannter, wenn es um großzügige Spenden geht. Insgesamt hat Griffin mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar für verschiedene Zwecke gespendet – von medizinischer Forschung bis hin zu politischen Kampagnen. Besonders für Schlagzeilen sorgte seine Spende von mehr als einer halben Milliarde US-Dollar an seine Alma Mater Harvard, wo er bereits als Student in seinem Wohnheim mit dem Wertpapierhandel begann.

Millionenspenden für den Breitenfußball in den USA

Auch der Fußball profitiert seit Jahren von Griffins Freigebigkeit. Bereits 2017 spendete er 3 Millionen US-Dollar an die U.S. Soccer Foundation, um 50 Mini-Spielfelder in Chicago zu finanzieren – der damaligen Heimatstadt von Citadel. Sechs Jahre später folgte eine weitere Spende von 5 Millionen US-Dollar für den Bau von 50 Mini-Spielfeldern im Miami-Dade County in Florida, wo Citadel heute seinen Hauptsitz hat.

Für die WM 2026 spendeten Griffin und Immobilienentwickler Stephen Ross gemeinsam mehr als 1.200 Tickets an Einwohner von Miami, einer der offiziellen Austragungsstädte des Turniers. „Es war eine besondere Erfahrung, die Weltmeisterschaft in Amerika zu haben", sagte Griffin gegenüber Reuters. „Meine Kinder und ich haben das Spiel in Miami am Vatertag genossen", fügte er hinzu – als Uruguay und Kap Verde sich mit einem 2:2-Unentschieden trennten.

Citadel: Profitabelster Hedgefonds aller Zeiten

Griffins Engagement für den Fußball steht im Kontext eines außerordentlich erfolgreichen Unternehmens. Citadel verwaltet derzeit 68 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten und wurde 2025 von LCH Investments zum vierten Mal in Folge als profitabelster Hedgefonds aller Zeiten ausgezeichnet. Der Flaggschiff-Fonds Wellington Multi-Strategy lag bis zum 22. Juni 2025 mit 5 Prozent im Plus.

Griffin baute Citadel auf, indem er konsequent Spitzengehälter für Händler und Portfoliomanager zahlte – ein Prinzip, das er offenbar auch auf den Fußball überträgt. Neben Citadel gründete er auch Citadel Securities, ein Market-Making-Unternehmen mit Sitz ebenfalls in Miami. Fußball, so Griffin, könne Spielern die Erfahrung von Teamarbeit, Disziplin und der Freude am Wettbewerb vermitteln – Werte, die auch in der Finanzwelt zählen.

Die WM-Begeisterung hat inzwischen auch die Wall Street erfasst: Mehrere Portfoliomanager, Banker und Anwälte sollen quer durch das Land geflogen sein, um die Spiele live zu verfolgen – und Kollegen angewiesen haben, sie während der entscheidenden Spielzeit nicht zu kontaktieren.

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