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Chrysler Building wechselt den Besitzer

Benkos Prestigeobjekt wurde wegen hoher Pacht und Signa-Insolvenz verkauft

Chrysler Building wechselt den Besitzer

Das Chrysler Building in New York, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt, hat einen neuen Besitzer. Der österreichische Unternehmer René Benko, der das Gebäude einst für 151 Millionen US-Dollar erworben hatte, musste es im Zuge der Insolvenz seiner Signa Holding und Signa Prime Development verkaufen. Das Gebäude ging für einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag an einen neuen Eigentümer über, wie aus Eignerkreisen in New York bekannt wurde.

Benko hatte das Chrysler Building einst als Prestigeobjekt in seine Immobiliensammlung aufgenommen. Der vorherige Eigentümer hatte noch über 800 Millionen US-Dollar für das Gebäude gezahlt, sodass der Kaufpreis, den Benko entrichtete, als günstiges Geschäft galt. Die Immobilie gehörte jedoch nicht nur ihm, sondern auch seinem Geschäftspartner Abe Rosen sowie der Investmentfirma RFR. Trotz des Ansehens, das mit dem Besitz des Gebäudes einherging, entwickelte sich die Immobilie zu einer finanziellen Belastung für die Eigentümer.

Ein wesentliches Problem stellte das Grundstück dar, auf dem das Chrysler Building steht. Das Gebäude selbst war im Besitz von Signa und RFR, nicht jedoch das Land darunter. Der Landeigentümer, die College Cooper Union, verlangte eine hohe Pacht, die eine rentable Bewirtschaftung der Immobilie erschwerte. Während der jährliche Pachtzins 2018 noch bei 7,76 Millionen US-Dollar lag, sollte er bis 2028 auf 41 Millionen US-Dollar ansteigen. Mehrere Versuche, mit der College Cooper Union eine Anpassung der Pachtbedingungen auszuhandeln, scheiterten.

In den Jahren 2021 und 2023 standen RFR und Signa offenbar kurz vor einer Einigung mit der College Cooper Union. Ein hoher einmaliger Betrag sollte gezahlt werden, um im Gegenzug eine Senkung der jährlichen Pachtkosten zu erreichen. Doch beide Male konnten Benko und Rosen die benötigten finanziellen Mittel nicht aufbringen. Kurz vor der Insolvenz von Signa im November 2023 unterbreitete Rosen dem österreichischen Unternehmer schließlich ein ungewöhnliches Angebot.

RFR bot an, die Anteile von Signa am Chrysler Building für einen symbolischen Betrag von einem US-Dollar zu übernehmen. Im Gegenzug stellte RFR in Aussicht, alle bestehenden Schulden im Zusammenhang mit der Immobilie zu übernehmen. Zudem sollte Signa an zukünftigen Profiten eines möglichen Weiterverkaufs beteiligt werden. Bevor es jedoch zu einer Einigung kommen konnte, geriet die Signa Holding in die Insolvenz, was den Verkauf des Chrysler Buildings schließlich unumgänglich machte.

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