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Chip-Aktien im Ausverkauf: OpenAI umwirbt das Weiße Haus

Massive Verluste im Halbleitersektor, OpenAIs mögliche Regierungsbeteiligung und Russlands Großangriff auf die Ukraine dominieren die Märkte.

Chip-Aktien im Ausverkauf: OpenAI umwirbt das Weiße Haus

Der erste volle Handelstag im Juli stand ganz im Zeichen eines heftigen Ausverkaufs im Halbleitersektor. Anleger trennten sich aggressiv von Chip-Aktien – eine Welle, die von der Wall Street ausging und sich rasch auf die asiatischen Märkte ausbreitete. Besonders hart traf es Samsung Electronics und SK Hynix, deren Kursverluste den südkoreanischen Kospi tief ins Minus zogen.

An der Wall Street brachen die Aktien von Micron Technology am Mittwoch um mehr als 10 Prozent ein – trotz eines beeindruckenden Kursgewinns von 260 Prozent seit Jahresbeginn. Auch Sandisk verlor über Nacht mehr als 10 Prozent. Selbst die Schwergewichte Nvidia und Broadcom schlossen sich dem Abwärtstrend an und büßten zwischen 1 und 2 Prozent ein. Die zweistelligen Tagesverluste stehen dabei massiven Jahresgewinnen gegenüber – ein Zeichen dafür, wie volatil der KI-getriebene Halbleitermarkt nach wie vor ist.

OpenAI bietet US-Regierung mögliche 5-Prozent-Beteiligung an

Während die Märkte schwächeln, könnte OpenAI eine ungewöhnliche politische Offensive starten. Laut einem Bericht der Financial Times erwägt CEO Sam Altman, der US-Regierung eine Beteiligung von 5 Prozent an dem KI-Konzern anzubieten. Nach der jüngsten rekordverdächtigen Finanzierungsrunde könnte dieser Anteil rund 42 Milliarden US-Dollar wert sein. Ein solcher Schritt wäre ein beispielloser Versuch, das Weiße Haus politisch einzubinden und regulatorischen Rückenwind zu sichern.

Die Nachricht fällt in eine Zeit, in der die KI-Branche zunehmend im Fokus der US-Politik steht. CNBC-Moderator Joe Kernen wird heute um 17:00 Uhr ET in Washington D.C. ein Interview mit Präsident Donald Trump führen – ein Gespräch, das angesichts der aktuellen Entwicklungen mit Spannung erwartet wird.

Russland startet massiven Angriff auf die Ukraine

Geopolitisch spitzt sich die Lage in Europa weiter zu. Russland hat einen umfassenden Raketen- und Drohnenangriff auf die Ukraine gestartet. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, es habe einen „massiven Schlag mit weitreichenden Präzisionswaffen aus der Luft, zu Lande und zur See sowie mit Angriffsdrohnen" durchgeführt. Polen und Finnland reagierten auf die Eskalation mit dem Aufstieg von Kampfjets und der Einrichtung von Flugverbotszonen.

Die anhaltenden geopolitischen Spannungen in Europa und im Nahen Osten verstärken den Preisdruck auf den globalen Märkten zusätzlich. In diesem Umfeld äußerte sich auch Fed-Chef Kevin Warsh erstmals öffentlich nach der jüngsten Zinsentscheidung: Bei einer Podiumsdiskussion im portugiesischen Sintra erklärte er gegenüber CNBC, dass die Inflation zu hoch sei – lehnte es jedoch ab, konkrete Signale über künftige Zinsschritte zu geben.

EZB und Amazon mit eigenen KI-Ambitionen

EZB-Präsidentin Christine Lagarde nutzte dieselbe Veranstaltung in Sintra für ein klares Statement zur transatlantischen Zusammenarbeit: Die USA und Europa bräuchten einander bei KI-Investitionen. Die Blöcke seien beim technologischen Fortschritt „gewissermaßen Geiseln voneinander", so Lagarde.

Unterdessen treibt auch Amazon seine KI-Chip-Strategie voran. Laut Panos Panay, dem obersten Hardware-Chef des Konzerns, entwickelt Amazon eigene KI-Chips für seine Endgeräte wie Echo und Fire TV. In einem Interview im CNBC-Podcast „The Tech Download" sprach Panay erstmals offen über den Halbleiteransatz des Unternehmens und die Experimente mit verschiedenen KI-fähigen Geräten. Amazon setzt damit auf eine tiefere vertikale Integration – ein Trend, dem auch Apple und Google bereits folgen.

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