ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Chinesische Krypto-Geldwäsche: 16 Milliarden Dollar illegale Transaktionen 2025

Blockchain-Analyse zeigt massive Geldströme über Telegram-Netzwerke – ein Fünftel aller Krypto-Kriminalität weltweit

Chinesische Krypto-Geldwäsche: 16 Milliarden Dollar illegale Transaktionen 2025

Chinesischsprachige Geldwäschenetzwerke haben im Jahr 2025 illegale Gelder in Höhe von 16,1 Milliarden Dollar durch Kryptowährungstransaktionen geschleust. Das geht aus einem aktuellen Bericht des Blockchain-Analyseunternehmens Chainalysis hervor. Die sogenannten CMLNs (Chinese Money Laundering Networks) machten damit etwa ein Fünftel des gesamten illegalen Kryptowährungs-Ökosystems aus, dessen Volumen auf über 82 Milliarden Dollar geschätzt wird.

Die kriminellen Netzwerke operieren hauptsächlich über die Messaging-Plattform Telegram. Dort bieten Geldwäscher in verschiedenen Kanälen und Chatgruppen ihre Dienste potenziellen Kunden an. Die Anzeigen enthalten häufig Bilder von Bargeldhaufen und öffentliche Referenzen als Beweis für Liquidität und Servicequalität. Diese Telegram-basierten Kanäle fungieren als sogenannte "Garantie"-Plattformen – informelle Treuhanddienste, die Anbieter mit Kunden verbinden.

Die Aktivitäten beschränken sich nicht nur auf Geldwäsche. "Über die Geldwäsche hinaus umfassen die Geschäfte auch Menschenhandel und den Verkauf von Starlink-Satellitenschüsseln für Betrugszentren in Südostasien", erklärt Andrew Fierman, Head of National Security Intelligence bei Chainalysis. Die Kundschaft reiche von organisierten Kriminalitätssyndikaten bis hin zu sanktionierten staatlichen Akteuren.

Stablecoins als bevorzugtes Zahlungsmittel

Der Bericht identifiziert sechs Haupttechniken zur Geldwäsche, bei denen häufig digitale Vermögenswerte zum Einsatz kommen. Besonders beliebt sind Stablecoins wie USDT von Tether und USDC von Circle. Diese Kryptowährungen sind an den US-Dollar gekoppelt und bieten geringere Volatilität als Bitcoin oder Ethereum. "Kryptowährungen sind für kriminelle Akteure aufgrund ihrer Liquidität, Benutzerfreundlichkeit und relativen Anonymität attraktiv", so Fierman.

Viele organisierte Kriminalitätsgruppen transferieren Gelder zusätzlich über scheinbar legitime Unternehmen, erklärt Mark Button, Kriminologieprofessor an der University of Portsmouth. Der Experte hat ähnliche Netzwerke in Indien und Westafrika untersucht und bestätigt, dass Telegram-basierte Plattformen weltweit ein gängiges Medium für illegale Netzwerke sind.

Südostasien als Zentrum der Krypto-Kriminalität

Seit mindestens 2022 entwickelt sich Südostasien zu einem Zentrum für lizenzierte und nicht lizenzierte Kasinos mit Verbindungen zur organisierten Kriminalität. Das geht aus einem Bericht des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung von 2024 hervor. Obwohl die Netzwerke Mandarin als primäres Kommunikationsmittel nutzen, stammen viele Transaktionen von außerhalb Chinas – insbesondere aus Kambodscha und Myanmar, wo aufwendige Betrugszentren betrieben werden.

China selbst hat den Handel mit Kryptowährungen seit 2021 verboten und führt strenge Gesetze zur Geldwäsche. Am Donnerstag berichteten chinesische Staatsmedien von der Hinrichtung von 11 Mitgliedern eines in Myanmar ansässigen Betrugssyndikats. Die harten Strafen zeigen die Entschlossenheit Chinas im Kampf gegen organisierte Kriminalität. Dennoch verlagern chinesische kriminelle Gruppen ihre Aktivitäten in Gerichtsbarkeiten mit schwächeren Gesetzen und korrupten Beamten.

Chainalysis schätzt, dass die chinesischsprachigen Geldwäschenetzwerke täglich umgerechnet 44 Millionen Dollar waschen. Trotz verstärkter Bemühungen der Behörden bleiben die Durchsetzung schwierig und viele Netzwerke der Ergreifung entzogen. "So arbeiten illegale Akteure. Sie entwickeln sich weiter, und sobald eines entdeckt wird, wechseln sie zu einem anderen Weg", erklärt Fierman die Herausforderung für die Strafverfolgung.

Krypto-GeldwäscheChainalysisChinesische KriminalitätStablecoinsTelegram

Disclaimer