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Chinesische E-Auto-Aktien steigen nach EU-Zollvermeidung

Die Aktien chinesischer Elektroautohersteller legten am Dienstag deutlich zu, nachdem die EU-Kommission Bedingungen zur Umgehung von Importzöllen präsentierte. BYD und Xpeng führten mit Kursgewinnen von jeweils 3,1 Prozent.

Chinesische E-Auto-Aktien steigen nach EU-Zollvermeidung

Die Aktien chinesischer Elektroautohersteller verzeichneten am Dienstag deutliche Kursgewinne an der Börse Hongkong. Auslöser war die Ankündigung der Europäischen Kommission, unter welchen Bedingungen chinesische Hersteller die verhängten Importzölle in der EU umgehen können.

Starke Kursgewinne bei führenden Herstellern

BYD, der größte chinesische E-Auto-Produzent, legte im Handel in Hongkong um 3,1 Prozent zu. Der Konzern hatte im vergangenen Jahr massiv in den Ausbau seines europäischen Vertriebsnetzes investiert. Auch Xpeng verzeichnete einen Anstieg von 3,1 Prozent. NIO gewann 1,4 Prozent hinzu, während Li Auto um 1,1 Prozent zulegte.

Weitere Autohersteller wie Zhejiang Leapmotor Technology, Geely Automobile Holdings und Chery Automobile stiegen zwischen einem und drei Prozent. SAIC Motor legte im Handel auf dem chinesischen Festland um ein Prozent zu. Die positive Stimmung verhalf dem Hang Seng Index zu einem Plus von einem Prozent.

EU-Kommission definiert Bedingungen für Zollvermeidung

Die Europäische Kommission hatte am Montag konkrete Bedingungen formuliert, unter denen in China ansässige E-Auto-Hersteller die Importzölle vermeiden können. Demnach müssen sich die Unternehmen verpflichten, ihre Fahrzeuge in der EU zu Mindestpreisen zu verkaufen. Zudem kündigte die Kommission an, chinesische Investitionen in europäische Produktionsstätten zu berücksichtigen.

Europa hatte 2024 dem Beispiel der USA folgend Handelszölle auf in China produzierte Elektrofahrzeuge eingeführt. Mit bis zu 35 Prozent fallen die europäischen Zölle jedoch deutlich moderater aus als die amerikanischen Abgaben. Dies ermöglichte chinesischen Herstellern, Marktanteile in Europa zu gewinnen.

BYD überholt Tesla in Europa

Trotz der Zölle konnten chinesische Hersteller ihre Position im europäischen Markt ausbauen. BYD gelang es kürzlich, den US-Konkurrenten Tesla beim Marktanteil in Europa zu überholen. Der Erfolg basiert auf günstigen Fahrzeugpreisen, die chinesische Hersteller selbst unter Berücksichtigung der höheren Importzölle anbieten können.

Brüssel versucht mit den Zöllen, lokale Autohersteller vor dem verschärften Wettbewerb aus China zu schützen. Hersteller wie BYD und SAIC verkaufen ihre Elektrofahrzeuge deutlich preiswerter als europäische Konkurrenten.

Expansion als Antwort auf heimischen Preiskampf

Die Auslandsexpansion chinesischer E-Auto-Hersteller erfolgt vor dem Hintergrund eines intensiven Preiskrieges auf dem heimischen Markt. Lokale Produzenten liefern sich einen erbitterten Wettbewerb um Marktanteile im weltgrößten Elektroautomarkt. BYD hat Europa als strategisch wichtigen Markt identifiziert und plant den Bau eigener Produktionsstätten in der Region.

Verlangsamung der chinesischen Nachfrage erwartet

Für 2025 rechnen Analysten mit einer Abschwächung der E-Auto-Nachfrage in China. Das verlangsamte Wirtschaftswachstum und die Reduzierung staatlicher Subventionen durch Peking dürften den Markt bremsen. Die chinesische Regierung zielt darauf ab, den überhitzten Elektroautomarkt zu stabilisieren.

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