Chinesische E-Auto-Aktien brechen nach schwachen Januar-Zahlen drastisch ein
BYD verliert 8 Prozent, Xpeng stürzt 9 Prozent ab – Auslieferungen sinken deutlich

Die Aktien chinesischer Elektroautohersteller haben am Montag massive Verluste erlitten. Grund sind enttäuschende Auslieferungszahlen für Januar, die auf eine schwächelnde Inlandsnachfrage hindeuten. Branchenprimus BYD verzeichnete den stärksten Kurseinbruch seit einem Jahr.
Die in Hongkong gehandelten Aktien von BYD Co stürzten um 8 Prozent ab und erreichten damit den niedrigsten Stand seit zwölf Monaten. Der Konzern hatte zuvor 210.051 Fahrzeugauslieferungen für Januar gemeldet – ein Rückgang von rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders alarmierend: Dies markiert bereits den fünften Monat in Folge mit sinkenden Absatzzahlen für BYD. Hauptverantwortlich für die Schwäche ist das Segment der Plug-in-Hybride, das deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb.
Auch die Wettbewerber mussten deutliche Kursverluste hinnehmen. Xpeng Inc verzeichnete mit minus 9 Prozent den stärksten Rückgang unter den größeren E-Auto-Herstellern. Das Unternehmen lieferte im Januar nur 20.011 Fahrzeuge aus – ein Minus von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Li Auto büßte 4 Prozent an Wert ein, nachdem der Hersteller 27.668 Einheiten ausgeliefert hatte, was einem Jahresrückgang von 8 Prozent entspricht.
Gemischte Signale vom Markt
NIO Inc verlor über 7 Prozent, obwohl das Unternehmen mit 27.182 ausgelieferten Fahrzeugen fast eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr erreichte. Allerdings lagen die Zahlen deutlich unter dem Dezember-Niveau, was die typische saisonale Schwäche nach dem Jahresende widerspiegelt. Selbst Xiaomi, dessen E-Auto-Sparte mit rund 39.000 Auslieferungen einen neuen Monatsrekord aufstellte, konnte sich dem Abwärtstrend nicht entziehen und verlor 3 Prozent.
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Zur AktienanalyseDie schwachen Januar-Zahlen werfen Fragen über die Stärke der chinesischen E-Auto-Nachfrage im Jahr 2026 auf. Trotz massiver staatlicher Förderungen und einer gut ausgebauten Ladeinfrastruktur scheint die Kaufzurückhaltung der Verbraucher zuzunehmen. Analysten führen dies auf die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit und den intensiven Preiswettbewerb im Sektor zurück.
Für deutsche Anleger, die in chinesische E-Auto-Aktien investiert sind, bedeuten diese Entwicklungen erhöhte Vorsicht. Die Unternehmen stehen unter Druck, ihre Absatzziele für das Gesamtjahr zu erreichen, während gleichzeitig die Margen durch aggressive Preisstrategien belastet werden. Die kommenden Monate werden zeigen, ob es sich um eine vorübergehende Schwächephase oder den Beginn einer längeren Konsolidierung im chinesischen E-Auto-Markt handelt.


