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Chinas LNG-Importe steigen vierten Monat in Folge

Hohe Spotpreise bremsen Nachfrage, während Europa und Asien weiter zulegen

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Chinas LNG-Importe steigen vierten Monat in Folge

Chinas Einfuhren von Flüssigerdgas steigen im August zum vierten Mal in Folge und erreichen voraussichtlich 6,04 Millionen Tonnen. Das wäre der höchste Wert seit Januar dieses Jahres. Die Entwicklung folgt auf ein Fünfjahrestief im Februar, als die Importe lediglich 4,48 Millionen Tonnen betrugen. Dennoch signalisiert diese Zunahme noch keine nachhaltige Erholung der Nachfrage, da die Einfuhren seit Oktober 2024 in keinem Monat höher lagen als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Entscheidend für die Entwicklung des chinesischen LNG-Bedarfs bleiben die Preise am Spotmarkt. Der Großteil der aktuellen Lieferungen basiert auf langfristigen Verträgen, während kurzfristige Spotkäufe weitgehend ausbleiben. In der Woche bis zum 22. August lag der Preis für eine Million britische Wärmeeinheiten bei 11,40 US-Dollar. Damit bewegt er sich zwar deutlich unter dem diesjährigen Höchststand von 16,10 US-Dollar im Februar, aber nur knapp über dem Jahrestief von 11,00 US-Dollar Anfang Mai. Seit Mai 2024 ist der Preis nicht mehr unter 11 US-Dollar gefallen und liegt damit über den Tiefstständen der Vorjahre, als Werte von 8,30 US-Dollar im Jahr 2024 und 9,00 US-Dollar im Jahr 2023 verzeichnet wurden.

Ein Spotpreis von über 10 US-Dollar erschwert es LNG, mit inländischem Gas oder Pipelinegas in China zu konkurrieren. Dies führt dazu, dass Versorger ihre kurzfristigen Einkäufe zurückfahren. Ähnliche Auswirkungen sind in Indien zu beobachten, wo die Einfuhren im August auf 1,83 Millionen Tonnen sinken dürften. Damit wäre es der dritte Rückgang in Folge und der niedrigste Wert seit Juni 2023.

Auch in Europa beeinflussen Lagerbestände und Nachfrage das Marktgeschehen. Für August werden Importe von 7,86 Millionen Tonnen erwartet, weniger als die 8,84 Millionen Tonnen im Juli und damit der fünfte Rückgang in Serie. Dennoch liegen die europäischen Einfuhren im Vorjahresvergleich deutlich höher. So belaufen sich die Importe für die ersten acht Monate auf 82,71 Millionen Tonnen, rund 22 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2024.

Japan und Südkorea verzeichnen ebenfalls höhere Importe. Japans Zufuhren dürften im August 5,83 Millionen Tonnen erreichen, den höchsten Stand seit Februar, während Südkorea mit 4,99 Millionen Tonnen das größte Volumen seit Dezember 2023 erwartet. Diese zusätzlichen Mengen aus den entwickelten Volkswirtschaften Asiens sowie die weiterhin hohen europäischen Zufuhren stützen die Spotpreise und halten sie auf einem Niveau, das für preissensible Käufer wie China und Indien eine Hürde darstellt.

ChinaErdgasLNGImport

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