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Chinas Kokskohlepreise fallen wegen steigendem Angebot und Importen

Steigende Importe und die Wiederaufnahme der Produktion nach einem Grubenunglück in Shanxi belasten die Kokskohle-Futures in China.

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Chinas Kokskohlepreise fallen wegen steigendem Angebot und Importen

Die Preise für Kokskohle-Futures in China sind am Montag weiter gefallen. Der meistgehandelte Kontrakt an der Dalian Commodity Exchange (DCE) verlor 1,93% und notierte bei 1.268,5 Yuan (umgerechnet rund 187,32 US-Dollar) pro Tonne. Ausschlaggebend waren zwei wesentliche Faktoren: die schrittweise Wiederaufnahme der Kohleförderung nach einem tödlichen Grubenunglück in der Provinz Shanxi sowie ein deutlicher Anstieg der chinesischen Importe.

Auch der aktivste Koks-Kontrakt an der DCE gab nach und verlor 0,74% auf 2.010,5 Yuan pro Tonne. Der Rückgang setzt damit einen Trend fort, der den Rohstoffmarkt für Kokskohle – einen zentralen Grundstoff für die Stahlproduktion – zunehmend unter Druck setzt.

Produktionswiederaufnahme nach Grubenunglück in Shanxi

Laut einer Umfrage des Beratungsunternehmens Mysteel hatten bis zum 17. Juni rund 63% der Kohleminen, die nach dem tödlichen Unglück Ende Mai den Betrieb eingestellt hatten, die Produktion wieder aufgenommen. Die kohlereiche Provinz Shanxi gilt als eine der wichtigsten Förderregionen Chinas, weshalb Betriebsunterbrechungen dort erhebliche Auswirkungen auf das Gesamtangebot haben.

Die Analysten von Galaxy Futures ordnen die jüngste Kursentwicklung in einer Mitteilung ein: „Der jüngste Kurseinbruch bei Kokskohle ist nicht auf eine dramatische Änderung der Fundamentaldaten zurückzuführen, sondern spiegelt die Fokusverschiebung der Händler wider: Weg von der Sorge vor Versorgungsengpässen hin zur Wiederaufnahme der Produktion." Gleichzeitig mahnen die Experten zur Vorsicht: „Unsicherheiten trüben jedoch weiterhin das Tempo der Produktionswiederaufnahme in anderen Minen, und es dürfte schwierig werden, dass die Fördermengen wieder das Niveau von vor dem Unfall erreichen."

Chinas Kokskohleimporte steigen deutlich

Parallel zur Erholung der heimischen Produktion schnellen auch die Einfuhren in die Höhe. Im Mai stiegen Chinas Importe von Kokskohle im Jahresvergleich um 51%. Seit Jahresbeginn legten die Importe laut Zolldaten um 25% zu. Händler gehen davon aus, dass die Kokskohleimporte Chinas im laufenden Jahr weiter steigen werden – ein Signal, dass die Nachfrage trotz des Preisrückgangs strukturell robust bleibt.

Eisenerz und Stahl: Gemischtes Bild an den Rohstoffmärkten

Auch die Eisenerzpreise standen am Montag im Fokus, bewegten sich jedoch in einer engen Spanne. Der meistgehandelte Erz-Kontrakt an der DCE verlor lediglich 0,13% auf 745 Yuan pro Tonne. Das Benchmark-Eisenerz für Juli an der Singapore Exchange notierte hingegen leicht im Plus bei 98,95 US-Dollar pro Tonne, ein Anstieg von 0,31%.

Die Anleger wogen dabei die weiterhin robuste Nachfrage der Stahlhersteller gegen die hohen Lagerbestände in den chinesischen Häfen ab. Die durchschnittliche tägliche Roheisenproduktion – ein wichtiger Indikator für die Eisenerznachfrage – stieg bis zum 18. Juni im Vergleich zur Vorwoche um 0,6% auf 2,42 Millionen Tonnen. Laut Mysteel-Daten ist das der höchste Stand seit September 2025.

An der Shanghai Futures Exchange zeigte sich der Stahlmarkt uneinheitlich. Bewehrungsstahl verlor 0,32%, warmgewalztes Breitband gab um 0,42% nach und Edelstahl sank leicht um 0,13%. Walzdraht hingegen legte um 0,51% zu und bildete damit eine Ausnahme im ansonsten schwachen Marktumfeld.

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