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Chinas Kohleimporte auf Rekordhoch

Wachsende Kluft zu Indien stärkt Einfluss auf den Weltmarkt

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Chinas Kohleimporte auf Rekordhoch

China hat seine Position als weltweit größter Kohleimporteur im Jahr 2024 weiter ausgebaut und seinen Vorsprung gegenüber Indien auf den höchsten Stand seit mindestens 2013 vergrößert. Dies geht aus den aktuellen Zolldaten hervor. Damit festigt China seine Dominanz auf den globalen Kohlemärkten und trägt dazu bei, den Rückgang der Preise zu begrenzen. Trotz eines Rückgangs der weltweiten Preise für thermische Kohle gegenüber den Höchstständen nach der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 liegen sie immer noch um 50 % über dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019, wie die Internationale Energieagentur (IEA) berichtet. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass Chinas hohe Nachfrage dazu beiträgt, das derzeitige Preisniveau zu stabilisieren. Ohne diese Nachfrage würden die Preise weiter sinken, so Ramli Ahmad, Präsident des indonesischen Kohleunternehmens Ombilin Energi.

Die Einkäufe von China und Indien zusammen machen mehr als die Hälfte des globalen Kohlehandels aus. Die wachsende Kluft zwischen den beiden Ländern unterstreicht Chinas zunehmenden Einfluss auf die Preisgestaltung. Chinesische Kohleimporte erreichten im vergangenen Jahr ein Rekordhoch von 542,7 Millionen Tonnen, mehr als das Doppelte der 250,2 Millionen Tonnen, die Indien importierte. In den vier Jahren vor der Pandemie lag Chinas Vorsprung im Durchschnitt bei 26 %. Nach aktuellen Berechnungen machte China im Jahr 2024 rund 41 % der weltweiten Kohleimporte aus, so Toby Hassall, Forschungsleiter für den Kohlemarkt bei LSEG. Prognosen der IEA und des Informationsdienstes Argus gehen davon aus, dass die chinesischen Kohleimporte in naher Zukunft zurückgehen werden. Die IEA warnt jedoch, dass die chinesischen Importe in den vergangenen Jahren immer wieder höher ausgefallen sind als erwartet.

Marktanalysten gehen davon aus, dass eine Lockerung der Lagerbestandsvorgaben für chinesische Kraftwerke sowie der rückläufige Anteil der Kohle an der Stromerzeugung die Importe in diesem Jahr verringern könnten. Dennoch wird erwartet, dass die Importmengen nahe an den Werten von 2024 bleiben, da die industrielle Nachfrage stabil bleibt. Einer der Gründe für die verstärkten Kohleeinfuhren Chinas im vergangenen Jahr waren Preisnachlässe gegenüber der heimischen Kohle, während Indien aufgrund niedrigerer Produktionskosten auf die eigene Förderung setzt. Beide Länder bemühen sich, ihre heimische Produktion zu steigern, um die Importabhängigkeit zu verringern. In China führten jedoch häufige Inspektionen der Minen zu einer Verlangsamung des Produktionswachstums. Während Indiens Importe von thermischer Kohle – dem primären Brennstoff für die Stromerzeugung – um etwa 3 % zurückgingen, stiegen sie in China in den ersten elf Monaten des Jahres 2024 um 13 %.

Auch die Einfuhren von Kokskohle, die für die Stahlproduktion genutzt wird, entwickelten sich unterschiedlich. In Indien stiegen sie um 4,7 %, während China im gleichen Zeitraum einen Anstieg um 23 % verzeichnete. Grund dafür waren unter anderem Minenunfälle in der wichtigen Förderregion Shanxi. Indische Käufer setzten vermehrt auf günstigere Lieferungen aus Indonesien und Südafrika, während sie weniger russische und australische Kohle erwarben. Laut dem Beratungsunternehmen Bigmint waren insbesondere Preisvorteile ausschlaggebend für diese Verschiebung. Vasudev Pamnani, Direktor von Indiens I-Energy Natural Resources, erklärte, dass russische Kohle weniger wettbewerbsfähig geworden sei, wodurch Länder wie Indonesien und Südafrika ihre Position als Hauptlieferanten zurückgewinnen konnten.

China hingegen erhöhte seine Kohleimporte aus Russland und der Mongolei und reduzierte die Abhängigkeit von Indonesien, dem weltweit größten Kohleexporteur. Marktanalysten gehen davon aus, dass ein Rückgang der chinesischen Nachfrage zuerst kleinere indonesische Anbieter treffen würde, bevor sich die Auswirkungen auf andere Produzenten wie Kolumbien oder Südafrika ausweiten.

KohleChinaImport

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