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Chinas Kohleförderung sinkt auf Jahrestief

Erstmals 2025 Rückgang im Jahresvergleich – Markt rechnet mit weiteren Kürzungen

Chinas Kohleförderung sinkt auf Jahrestief

Chinas Kohleproduktion ist im Juli auf den niedrigsten Stand seit April 2024 gefallen. Mit 380,99 Millionen Tonnen lag der Ausstoß um 3,8 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. Damit wurde erstmals im laufenden Jahr ein Rückgang im Jahresvergleich verzeichnet, was als mögliches Anzeichen einer Reaktion auf ein Überangebot interpretiert wird.

In den ersten sieben Monaten des Jahres summierte sich die Fördermenge auf insgesamt 2,78 Milliarden Tonnen. Das entspricht einem Anstieg von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In den Monaten Januar bis Juni waren durchweg Zuwächse registriert worden, was die aktuelle Entwicklung im Juli umso deutlicher hervorhebt.

Beobachter des Energiemarkts hatten bereits seit Längerem darauf geachtet, ob Peking Maßnahmen zur Drosselung der Produktion ergreifen würde. Vor dem Hintergrund eines möglichen Überangebots hatten sich die Erwartungen verdichtet, dass die Kohleförderung in der zweiten Jahreshälfte zurückgehen könnte.

Ein von der Energieregulierungsbehörde veröffentlichtes Dokument vom 20. Juli verstärkte diese Annahme. Darin wurde zu Sicherheitsüberprüfungen in Kohlebergwerken von acht Provinzen aufgerufen. Als Reaktion darauf stiegen die Preise für Kokskohle an aufeinanderfolgenden Handelstagen bis an ihre zulässigen Höchstgrenzen. Marktteilnehmer rechneten mit Versorgungsengpässen infolge der angekündigten Kontrollen.

Ob das Dokument Teil einer übergeordneten Strategie der Zentralregierung darstellt, blieb offen. Dennoch wurde es an den Märkten als Signal gewertet, dass die Fördermengen in der zweiten Hälfte des Jahres restriktiver gehandhabt werden könnten.

Die Entwicklung könnte Auswirkungen auf den globalen Kohlemarkt haben, da China sowohl der größte Produzent als auch Verbraucher von Kohle ist. Veränderungen im chinesischen Angebot schlagen regelmäßig auf die internationalen Preisniveaus durch. Daher behalten Analysten die weitere Entwicklung genau im Blick.

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