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Chinas Immobilienpreise: Langsamerer Rückgang und Erholung bis 2027 erwartet

Eine Reuters-Umfrage zeigt: Chinas Immobilienmarkt stabilisiert sich langsam, mit leichtem Preisanstieg ab 2027.

Chinas Immobilienpreise: Langsamerer Rückgang und Erholung bis 2027 erwartet

Die Immobilienpreise in China werden in diesem Jahr voraussichtlich um 3,5 Prozent sinken – ein langsamerer Rückgang als die im März prognostizierten 4,0 Prozent. Das zeigt eine Reuters-Umfrage zum Immobilienmarkt, die vom 18. bis 28. Mai unter Experten durchgeführt wurde. Damit deutet sich an, dass der seit Jahren unter Druck stehende Sektor möglicherweise in eine Phase der langsameren Anpassung eintritt.

Für das Jahr 2027 erwarten die befragten Analysten sogar einen leichten Preisanstieg von 0,3 Prozent – verglichen mit der vorherigen Prognose einer Stagnation. Im Jahr 2028 sollen die Preise dann um 1,8 Prozent zulegen, was deutlich über dem im März prognostizierten Zuwachs von 0,5 Prozent liegt. Diese Zahlen signalisieren eine schrittweise Trendwende, auch wenn der Weg dorthin noch beschwerlich bleibt.

Investitionen und Verkäufe weiter unter Druck

Trotz der vorsichtig optimistischeren Preisaussichten bleibt das Gesamtbild belastet. Die Immobilieninvestitionen werden in diesem Jahr voraussichtlich um 12,0 Prozent zurückgehen – ein stärkerer Einbruch als die im März erwarteten 10,3 Prozent. Gleichzeitig sollen die Verkäufe um 8,3 Prozent einbrechen, nach einer früheren Prognose von minus 6,5 Prozent.

Lulu Shi, Direktorin für Unternehmensratings im asiatisch-pazifischen Raum bei Fitch Ratings, erklärt den Ausblick mit mehreren Faktoren: Das Tempo des Rückgangs sollte sich allmählich verlangsamen, „da die politische Unterstützung anhält, die Risiken einer Ansteckung durch Zahlungsausfälle nachlassen und das Absatzvolumen von Neubauten sich langfristig nachhaltigen Niveaus annähert." Die chinesische Wohnungsbauindustrie werde allerdings auch im Jahr 2026 noch schrumpfen.

Das schwache Vertrauen der Haushalte in Arbeitsplätze, Einkommen und die künftige Preisentwicklung belaste die Nachfrage weiterhin erheblich, betonte Huang Yu, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der China Index Academy. Dieser Vertrauensmangel gilt als eine der zentralen Bremsen für eine schnellere Markterholung.

Politische Maßnahmen sollen Stabilisierung beschleunigen

Die chinesische Zentralregierung hat auf ihrer jährlichen Parlamentssitzung Anfang März erneut darauf gedrungen, neue Bauprojekte zu begrenzen und den bestehenden Wohnungsbestand zu reduzieren. Mehrere Städte haben daraufhin Anreize für Immobilienkäufer eingeführt. Ende April lockerte Shenzhen die Kaufbeschränkungen in seinen Kernbezirken, während Guangzhou Subventionen für den Hauskauf einführte.

Laut Shi könnten diese jüngsten Maßnahmen die Stabilisierung in den Kerngebieten größerer Städte beschleunigen. Allerdings warnt sie: „Vorortbezirke und kleinere Städte, die mit Bevölkerungsabwanderung und industriellem Niedergang konfrontiert sind, könnten weiterhin unter größerem Druck stehen."

Das übergeordnete politische Ziel der Behörden ist dabei klar definiert. Analysten betonen, dass es nicht darum gehe, den Sektor durch massive Konjunkturprogramme wiederzubeleben, sondern den Markt zu stabilisieren und eine ungeordnete Verlangsamung zu vermeiden. Yingxue Ren, Associate Director für Unternehmensratings bei S&P Global (China) Ratings, fasst es so zusammen: Das wichtigste Ziel bestehe darin, „das Risiko eines massiven Dynamikverlusts zu verhindern." Sie fügte hinzu, dass die Behörden bei Bedarf noch Spielraum für weitere Unterstützungsmaßnahmen hätten.

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