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Chinas Immobilienmarkt erholt sich: Neubauwohnungen im Januar teurer

Preise steigen um 0,18 Prozent – Regierung lockert Schuldenregeln für Bauträger

Chinas Immobilienmarkt erholt sich: Neubauwohnungen im Januar teurer

Die Preise für neue Wohnimmobilien in China sind im Januar gestiegen, während die Rückgänge auf dem Sekundärmarkt sich abschwächten. Nach Angaben der China Index Academy, einem der größten Immobilienforschungsunternehmen des Landes, legten die Durchschnittspreise für Neubauten in 100 chinesischen Städten um 0,18 Prozent im Monatsvergleich zu. Im Dezember hatte der Anstieg noch 0,28 Prozent betragen.

Besonders Metropolen wie Chengdu, Shanghai und Hangzhou trieben die Preisentwicklung voran. Dort kamen im Januar gehobene, modernisierte Wohnprojekte auf den Markt, was die Preise in Erst- und Zweitrangstädten sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich nach oben drückte. Anders entwickelte sich die Lage in kleineren Städten: Dritt- und Viertrangstädte bauten weiterhin ihre Lagerbestände ab, wobei die Preise auf beiden Zeitebenen fielen.

Auf dem Wiederverkaufsmarkt entspannte sich die Situation ebenfalls leicht. Die Preise sanken im Januar um 0,85 Prozent gegenüber dem Vormonat – eine Verbesserung gegenüber dem Dezember-Rückgang von 0,97 Prozent.

Regierung beendet strikte Schuldenregeln

Die Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund einer fundamentalen Kursänderung der chinesischen Regierung. Lokale Medien berichteten kürzlich, dass Bauträger im Rahmen der sogenannten "Drei Rote Linien"-Politik nicht länger verpflichtet sind, monatliche Finanzdaten zu melden. Dies signalisiert das offensichtliche Ende jener Schuldenregeln, die 2021 eine schwere Liquiditätskrise im Immobiliensektor ausgelöst hatten.

Die strengeren Vorschriften hatten damals einen Liquiditätsengpass für zahlreiche Bauträger verursacht. Viele konnten seither ihre Schulden nicht mehr bedienen, was den gesamten Sektor in eine anhaltende Krise stürzte. Qiushi, das offizielle Organ der Kommunistischen Partei, erklärte Anfang Januar, der Immobiliensektor durchlaufe "eine tiefgreifende Anpassung".

Gezielte Unterstützung statt schrittweiser Maßnahmen

Die politischen Entscheidungsträger wurden aufgefordert, die Anpassungsperiode zu verkürzen und die Marktvolatilität zu glätten. Besonders bemerkenswert: Die Unterstützung soll künftig gebündelt statt stückweise erfolgen – ein deutlicher Strategiewechsel der Regierung.

Für die kommenden Monate rechnen Analysten mit einer gemischten Entwicklung. Die Verkäufe dürften sich im Februar aufgrund der Frühlingsfest-Feiertage verlangsamen. Im März sollte die Nachfrage jedoch wieder anziehen, wenn qualitativ hochwertige Grundstücke in Kernstädten auf den Markt kommen und Bauträger ihre Marketingaktionen verstärken, so die China Index Academy.

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