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Chinas Exportkontrollen stoppen Antimonlieferungen nach Europa

Rohstoffknappheit treibt Preise in die Höhe – EU-Importe seit Monaten ausgesetzt

Chinas Exportkontrollen stoppen Antimonlieferungen nach Europa

China hat seit Oktober keine Antimonlieferungen mehr in die Europäische Union versandt. Dies geht aus chinesischen Zolldaten hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurden. Die Exportkontrollen des Landes haben zu einem starken Anstieg der globalen Preise für das strategische Metall geführt. China war im Jahr 2023 für fast die Hälfte der weltweiten Antimonproduktion verantwortlich. Die seit dem vergangenen Jahr geltenden Beschränkungen haben die Lieferketten für Antimon erheblich beeinträchtigt. Das Metall wird unter anderem in Halbleitern, Flammschutzmitteln, Solaranlagen und in der Munitionsproduktion verwendet.

Die Lagerbestände in Europa sind derzeit äußerst niedrig, was die Preissteigerungen weiter verstärkt hat. Laut Cristina Belda, Senior Analystin bei der Informationsagentur Argus, ist der Preis für Antimon der Regulus-Qualität II im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 300 Prozent gestiegen. Im August hatte die chinesische Regierung angekündigt, Exportbeschränkungen für Antimon und verwandte Elemente zu erlassen und dabei nationale Sicherheitsinteressen als Begründung genannt. Die ersten Beschränkungen traten im September in Kraft und führten zu einem Anstieg der Lagerhaltung. In den Monaten August und September wurden daher verstärkt Lieferungen aus China durchgeführt.

Zusätzlich zu den Maßnahmen für die Europäische Union verhängte China im Dezember ein vollständiges Exportverbot für drei kritische Mineralien, darunter Antimon, in die Vereinigten Staaten. Seitdem wurden keine Antimonlieferungen mehr in die USA registriert. Eine Stellungnahme des chinesischen Handelsministeriums zu den anhaltenden Exportbeschränkungen lag zunächst nicht vor.

Die Niederlande waren im Jahr 2023 der größte Importeur von Antimon aus China innerhalb der Europäischen Union. In diesem Jahr wurden 3.011,98 Tonnen aus China eingeführt. Im Jahr 2024 sank die importierte Menge auf 1.016,65 Tonnen, bevor die Lieferungen im Oktober vollständig ausblieben. Der aktuelle Lieferstopp nach Europa unterscheidet sich von früheren Exportbeschränkungen Pekings für kritische Mineralien, bei denen der Handel nach einiger Zeit wieder aufgenommen wurde, sobald neue Exportlizenzen erteilt wurden.

Chinas gesamte Antimonexporte sanken im Jahr 2024 um 24,1 Prozent auf 38.632 Tonnen. Während die Exporte in die Europäische Union und die USA ausgesetzt wurden, beliefert China weiterhin andere Länder wie Brasilien, Thailand und Russland mit dem Metall.

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