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Chinas Exporte seltenerdhaltiger Magnete steigen deutlich

Vereinbarungen mit USA und Europa lockern zuvor verhängte Exportbeschränkungen

Chinas Exporte seltenerdhaltiger Magnete steigen deutlich

Chinas Ausfuhren von Seltenerdmagneten sind im August den dritten Monat in Folge gestiegen und erreichten den höchsten Stand seit sieben Monaten. Die Entwicklung deutet auf eine anhaltende Erholung der Ausfuhren jener Mineralien hin, die für die Produktion von Elektrofahrzeugen von zentraler Bedeutung sind. Noch im April hatte Peking die Ausfuhren eingeschränkt, was zu einer Verknappung auf den Weltmärkten geführt hatte.

Nach Angaben der chinesischen Zollverwaltung beliefen sich die Exporte im August auf 6.146 Tonnen. Das entspricht einem Zuwachs von 10,2 Prozent im Vergleich zum Juli und einem Anstieg von 15,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. China ist weltweit der größte Lieferant von Seltenerdmagneten und spielt damit eine Schlüsselrolle für die Versorgung der Industrie in Nordamerika und Europa.

Der Anstieg der Ausfuhren folgt auf eine Reihe von Vereinbarungen zwischen China, den Vereinigten Staaten und Europa. Diese Absprachen zielten darauf ab, Lieferungen zu beschleunigen und Exportkontrollen zu lockern, die Peking im Frühjahr eingeführt hatte. Mit den Maßnahmen hatte die chinesische Regierung auf US-Zölle reagiert, die den Handel mit Hightech-Rohstoffen zusätzlich belasteten.

Während die Gesamtmengen im August stiegen, entwickelten sich die Lieferungen in einzelne Märkte unterschiedlich. So gingen die Exporte in die Vereinigten Staaten im Monatsvergleich um 4,7 Prozent zurück und sanken damit auf 590 Tonnen. Im Jahresvergleich bedeutet dies ein Minus von 11,8 Prozent. Damit zeigt sich, dass die jüngsten Lockerungen nicht in allen Zielmärkten zu einem Wachstum der Einfuhren geführt haben.

Die aktuellen Zahlen unterstreichen die Bedeutung der Handelsbeziehungen zwischen China und seinen Abnehmerländern. Vor allem für die Elektromobilität sind Seltenerdmagnete unverzichtbar, da sie in den Motoren von Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen. Nach Monaten der Unsicherheit deuten die jüngsten Daten darauf hin, dass die weltweite Versorgung mit diesen strategischen Rohstoffen zumindest teilweise stabilisiert werden konnte.

Mit den wieder zunehmenden Ausfuhren könnte sich die Lage auf den internationalen Märkten entspannen. Dennoch bleibt die Entwicklung abhängig von politischen Entscheidungen und möglichen weiteren Handelskonflikten. China hat in den vergangenen Jahren mehrfach bewiesen, dass es mit seiner dominanten Stellung auf dem Markt für Seltene Erden erheblichen Einfluss auf globale Lieferketten ausüben kann.

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