Chinas Exporte seltener Erden steigen deutlich
Trotz Exportbeschränkungen erreichen Ausfuhren im Mai den höchsten Stand seit einem Jahr

Chinas Ausfuhren seltener Erden sind im Mai im Vergleich zum Vormonat um 23 Prozent gestiegen und erreichten damit den höchsten Monatswert seit einem Jahr. Insgesamt exportierte das Land 5.864,60 Tonnen dieser für die Industrie wichtigen Rohstoffe. Trotz bestehender Exportbeschränkungen auf bestimmte Arten seltener Erden und Magnetprodukte konnte ein deutlicher Anstieg der Ausfuhren verzeichnet werden. Die Exportbeschränkungen traten im April in Kraft und betreffen nicht alle Varianten der 17 seltenen Erden, die China produziert und exportiert.
Die aktuellen Zahlen geben noch kein vollständiges Bild über die Auswirkungen der Maßnahmen. Eine detailliertere Datenveröffentlichung, die Aufschluss über die einzelnen Produktgruppen geben soll, wird für den 20. Juni erwartet. Bereits veröffentlichte Daten für den Monat April hatten gezeigt, dass die Ausfuhr von Magneten, die aus seltenen Erden bestehen, um die Hälfte zurückgegangen war. Infolge dieser Entwicklung mussten mehrere europäische Automobilzulieferer ihre Produktion einstellen.
Auch die Halbleiterindustrie in Europa zeigte sich betroffen. Einige Unternehmen warnten, dass sie bei anhaltenden Engpässen gezwungen sein könnten, ihre Produktion innerhalb weniger Wochen ebenfalls auszusetzen. Die Verknappung der seltenen Erden hat somit direkte Auswirkungen auf zentrale Industriezweige wie die Automobil- und die Elektronikfertigung.
Trotz der Einschränkungen bei bestimmten Produkten blieb der Gesamtexport im Zeitraum von Januar bis Mai 2025 stabil. Die Ausfuhrmenge aller seltener Erden stieg in den ersten fünf Monaten leicht auf 24.827 Tonnen, verglichen mit 24.266,5 Tonnen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dies geht aus den offiziellen Zahlen der chinesischen Zollbehörde hervor.
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Zur AktienanalyseDie Exportbeschränkungen Chinas auf ausgewählte seltene Erden und Magnetprodukte standen auch im Zentrum eines seltenen Telefonats zwischen den Staatschefs der Vereinigten Staaten und Chinas. Die Bedeutung dieser Materialien für die Weltwirtschaft und insbesondere für die industrielle Fertigung in Europa und Nordamerika wird durch die anhaltenden Lieferengpässe deutlich sichtbar. Die Entwicklung der nächsten Wochen wird maßgeblich davon abhängen, welche Produkte weiterhin betroffen sind und wie sich die weltweiten Lieferketten anpassen.


