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Chinas Clean-Tech-Exporte erreichen Rekord von 26 Milliarden Dollar

Bombenangriffe im Nahen Osten und gesperrte Schifffahrtswege treiben weltweite Nachfrage nach chinesischer sauberer Energie auf Allzeithoch.

Chinas Clean-Tech-Exporte erreichen Rekord von 26 Milliarden Dollar

Chinas Exporteure von sauberer Energie verzeichneten im März 2026 einen historischen Rekordmonat. Die kombinierten Umsätze mit chinesischen Komponenten und Produkten für saubere Energie beliefen sich laut Daten des Energieanalyseunternehmens Ember auf insgesamt 26 Milliarden US-Dollar. Dies ist der höchste jemals gemessene monatliche Wert für Clean-Tech-Exporte aus China.

Die Zahlen unterstreichen die wachsende Bedeutung Chinas als weltführender Hersteller von Batterien, Elektrofahrzeugen und Solarmodulen. Die monatlichen Gesamteinnahmen stiegen gegenüber Februar um 30 Prozent und lagen um 52 Prozent über dem Vorjahresmonat 2025. Ausgelöst wurde der Nachfrageschub durch Bombenangriffe im Nahen Osten und die Schließung wichtiger Schifffahrtswege, was weltweit einen sprunghaften Anstieg der Bestellungen für Produkte im Bereich saubere Energie auslöste.

Batteriesysteme als größter Wachstumstreiber

Batteriesysteme waren im März mit einem Umsatz von etwas mehr als 10 Milliarden US-Dollar der mit Abstand größte Verkaufsschlager unter den chinesischen Clean-Tech-Komponenten. Zum Vergleich: Der durchschnittliche monatliche Exporterlös für Batterien lag seit Anfang 2025 bei rund 7 Milliarden US-Dollar. Der Sprung markiert damit eine deutliche Beschleunigung der weltweiten Aufträge für Batteriesysteme, die sowohl von Energieversorgern zur Stromspeicherung als auch in Elektrofahrzeugen eingesetzt werden.

Europa war die wichtigste Abnehmerregion für chinesische Batterien und machte 43 Prozent des Gesamtwerts aus – das entspricht 4,3 Milliarden US-Dollar. Asien folgte mit einem Anteil von 29 Prozent am Exportvolumen.

Auf Länderebene war Deutschland im März der mit Abstand wichtigste Einzelmarkt für chinesische Batterieimporte mit einem Volumen von 1,26 Milliarden US-Dollar. Dahinter folgten:

  • USA: 823 Millionen US-Dollar
  • Niederlande: 635 Millionen US-Dollar
  • Vietnam: 597 Millionen US-Dollar
  • Australien: 595 Millionen US-Dollar

Deutschland verzeichnete zudem den größten monatlichen Zuwachs bei den Batterieimporten im Vergleich zum Februar, mit einem Anstieg der Importkäufe um 286 Millionen US-Dollar im März. Auch Vietnam und der Oman verzeichneten im vergangenen Monat monatliche Zuwächse von mehr als 200 Millionen US-Dollar.

Solarexporte verdoppeln sich gegenüber dem Monatsdurchschnitt

Auch bei Solarsystemen legte China im März deutlich zu. Die Exporterlöse stiegen von 2,1 Milliarden US-Dollar im Februar auf 4,8 Milliarden US-Dollar – der höchste Monatswert seit Mai 2023. Dies entspricht etwa dem Doppelten des monatlichen Durchschnitts seit Beginn des Jahres 2025.

Hauptabnehmerregion für chinesische Solarmodule war Asien mit einem Anteil von 43 Prozent beziehungsweise 2 Milliarden US-Dollar am Gesamtwert. Europa folgte mit 27 Prozent und einem Importvolumen von 1,3 Milliarden US-Dollar. Die Niederlande waren im März der insgesamt größte Einzelimporteur von Solarmodulen und zahlten dafür 400 Millionen US-Dollar.

Die Rekordwerte verdeutlichen, wie geopolitische Krisen und Energieversorgungsengpässe die globale Nachfrage nach erneuerbaren Energietechnologien beschleunigen können. Für deutsche Privatanleger und Unternehmen ist dabei besonders relevant, dass Deutschland sowohl bei Batterien als auch bei Solarmodulen zu den führenden Importeuren chinesischer Clean-Tech-Produkte zählt – ein Zeichen für den anhaltend hohen Bedarf im Rahmen der Energiewende.

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