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Chinas Börsen starten mit deutlichen Verlusten

Drohende Strafzölle und Zinspolitik prägen die Unsicherheit der Anleger

Chinas Börsen starten mit deutlichen Verlusten

Die anhaltenden Konjunktursorgen haben die Stimmung an den chinesischen Börsen zum Jahresbeginn deutlich gedrückt. An der Shanghaier Börse sank der Leitindex am Freitag um 1,6 Prozent auf 3.210 Punkte. Auch der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen musste einen Rückgang um 1,2 Prozent verzeichnen. Auf Wochenbasis verloren beide Indizes mehr als fünf Prozent. Diese Entwicklungen spiegeln die Unsicherheit der Anleger wider, die auf enttäuschende Konjunkturdaten und die drohenden Auswirkungen potenzieller Strafzölle der zukünftigen US-Regierung unter Donald Trump zurückzuführen sind.

Besondere Besorgnis löst Trumps angekündigte Zollpolitik aus, die von Analysten als ein „Damoklesschwert“ bezeichnet wird. Die Furcht vor wirtschaftlichen Einschränkungen durch die USA belastet die Kauflaune der Investoren erheblich. Während in Japan aufgrund eines Feiertages kein Handel stattfand, rückte in China die Erwartungshaltung gegenüber möglichen geldpolitischen Maßnahmen der Regierung in den Fokus.

Um die schwächelnde Konjunktur zu stabilisieren, setzt die chinesische Führung laut Berichten auf weitere stützende Maßnahmen. Einem Bericht der Financial Times zufolge plant die chinesische Zentralbank, die Zinssätze, die derzeit bei 1,5 Prozent liegen, „zu einem geeigneten Zeitpunkt“ im Jahr 2025 zu senken. Diese Anpassung wäre Teil einer umfassenderen Neuausrichtung der chinesischen Geldpolitik. Ziel ist es, den Fokus stärker auf Zinsanpassungen zu legen und sich von quantitativen Kreditwachstumszielen zu lösen.

Die Analysten von Capital Economics erwarten angesichts des schwachen Wachstums und der vielerorts unter Zielwerten liegenden Inflation eine Fortsetzung der expansiven Geldpolitik in ganz Asien. Solche Maßnahmen könnten helfen, die wirtschaftliche Dynamik wiederzubeleben. Dennoch bleibt die Unsicherheit über die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ein erheblicher Risikofaktor für die Märkte.

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