Chinas Börsen im Aufwind dank Notenbankmaßnahmen
Japanische Märkte stagnieren, während der Yen unter Druck gerät

Die chinesischen Börsen konnten zum Ende der Woche deutliche Gewinne verzeichnen, nachdem die Notenbank zwei bedeutende finanzielle Unterstützungsprogramme auf den Weg gebracht hatte. Die Börse in Shanghai und der Hang Seng Index in Hongkong stiegen jeweils um 2,9 Prozent. Der Bluechip-Index CSI300 konnte sogar um 3,7 Prozent auf 3.788 Punkte zulegen. Die schwächeren Wachstumszahlen der chinesischen Wirtschaft weckten zudem die Hoffnung auf weitere geldpolitische Maßnahmen zur Stabilisierung der Märkte. Die jüngsten Daten des Nationalen Statistikamtes zeigten, dass das Bruttoinlandsprodukt Chinas im dritten Quartal um 0,9 Prozent gewachsen war, was leicht hinter den erwarteten ein Prozent blieb.
In Japan hingegen zeigten sich die Märkte weniger dynamisch. Der Nikkei-Index legte lediglich um 0,2 Prozent zu und schloss bei 38.981 Punkten, während der breiter gefasste Topix-Index unverändert bei 2.687 Zählern blieb. Hauptursache für die gebremste Entwicklung in Tokio waren Gewinnmitnahmen bei Technologieaktien, die zuvor stark angestiegen waren. Auch die Währungsentwicklung sorgte für Zurückhaltung unter den Anlegern. Der Yen durchbrach die wichtige Marke von 150 Yen gegenüber dem US-Dollar, was zu Besorgnis über spekulativen Handel führte. Japans oberster Währungsdiplomat, Atsushi Mimura, warnte erneut vor diesen spekulativen Aktivitäten und betonte die Dringlichkeit, mit der die japanischen Behörden die Devisenbewegungen beobachten.
Der Dollar erreichte im asiatischen Handel einen Wert von 149,91 Yen, nachdem solide Einzelhandelsumsätze in den USA die Erwartung einer möglichen Zinssenkung durch die US-Notenbank gestärkt hatten. Gegenüber dem Yuan legte der Dollar leicht auf 7,1160 Yuan zu, während er gegenüber dem Franken bei 0,8658 Franken notierte. Der Euro blieb im Verhältnis zum Dollar fast unverändert bei 1,0839 Dollar und legte gegenüber dem Schweizer Franken leicht auf 0,9384 Franken zu.
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Zur AktienanalyseChina setzt auf umfassende geldpolitische Maßnahmen, um die eigene Wirtschaft zu stützen. Im September hatte die Zentralbank des Landes die aggressivsten Unterstützungsmaßnahmen seit der Pandemie angekündigt, darunter Zinssenkungen und Liquiditätsspritzen. Nun traten zwei Finanzierungsprogramme in Kraft, die 800 Milliarden Yuan (etwa 103 Milliarden Euro) in die Aktienmärkte einbrachten.


