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China wirft USA Behinderung der Huawei-Zusammenarbeit in Argentinien vor

Peking beschuldigt Washington, durch Visa-Entzüge die Kooperation eines argentinischen Unternehmens mit Huawei zu sabotieren.

China wirft USA Behinderung der Huawei-Zusammenarbeit in Argentinien vor

Die chinesische Botschaft in Argentinien hat die Vereinigten Staaten scharf kritisiert. In einer am späten Mittwoch in den sozialen Medien veröffentlichten Erklärung wirft Peking Washington vor, durch gezielte Visa-Entzüge die Zusammenarbeit zwischen einem lokalen argentinischen Unternehmen und dem chinesischen Technologiekonzern Huawei aktiv zu behindern.

„Die US-Botschaft in Argentinien hat gezielt die sogenannte ‚Theorie der Bedrohung durch China' vorangetrieben, den Begriff der nationalen Sicherheit ausgeweitet und durch Visa-Entzüge die normale Zusammenarbeit eklatant behindert", heißt es in der Erklärung der chinesischen Botschaft. Peking bezeichnete diesen Schritt als Affront gegen die Souveränität und marktwirtschaftliche Prinzipien. Die US-Botschaft in Argentinien reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Geopolitischer Hintergrund: USA besorgt über Chinas Einfluss in Lateinamerika

Der Vorfall spiegelt die wachsenden geopolitischen Spannungen zwischen Washington und Peking in der Region wider. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat wiederholt Bedenken über den wachsenden chinesischen Einfluss in Lateinamerika geäußert – und dabei Argentinien besonders im Blick. Trump gilt als enger Verbündeter des argentinischen Präsidenten Javier Milei, was die diplomatische Gemengelage zusätzlich verkompliziert.

Für Argentinien ist China der zweitwichtigste Handelspartner – eine wirtschaftliche Verflechtung, die Washington mit Argwohn betrachtet. Huawei steht seit Jahren im Zentrum des US-chinesischen Technologiekonflikts. Die USA haben den Konzern auf eine Handelssperrliste gesetzt und verbündete Staaten wiederholt aufgefordert, Huawei vom Ausbau ihrer Telekommunikationsinfrastruktur auszuschließen.

Milliardenschweres Währungsswap-Abkommen verlängert

Ungeachtet des diplomatischen Drucks aus Washington haben China und Argentinien ihre wirtschaftlichen Beziehungen zuletzt sogar ausgebaut. Die chinesische und die argentinische Zentralbank verlängerten Anfang dieser Woche ein bilaterales Währungsswap-Abkommen. Das Abkommen hat eine Laufzeit von fünf Jahren und ein Gesamtvolumen von 130 Billionen Yuan – umgerechnet rund 19,3 Milliarden US-Dollar.

Solche Währungsswap-Abkommen ermöglichen es beiden Ländern, im gegenseitigen Handel die jeweilige Landeswährung zu verwenden, ohne auf den US-Dollar als Zwischenwährung angewiesen zu sein. Für Argentinien, das sich in einer anhaltenden Wirtschaftskrise befindet und über begrenzte Devisenreserven verfügt, hat dieses Abkommen besondere strategische Bedeutung.

Der Konflikt um Huawei und die Visa-Entzüge verdeutlicht, wie stark der globale Technologie- und Machtkonflikt zwischen den USA und China mittlerweile auch kleinere Volkswirtschaften in Lateinamerika erfasst. Für deutsche Anleger und Unternehmen, die in der Region aktiv sind, unterstreicht der Vorfall die zunehmenden geopolitischen Risiken im internationalen Geschäft mit chinesischen Technologiekonzernen.

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