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China verspricht USA Lösung bei Engpässen Seltener Erden

Nach Exportkontrollen als Zoll-Vergeltung will Peking Lieferkettenprobleme bei kritischen Mineralien wie Yttrium und Scandium beheben.

China verspricht USA Lösung bei Engpässen Seltener Erden

China hat zugesagt, die Bedenken der USA hinsichtlich Lieferkettenengpässen bei Seltenen Erden auszuräumen. Das Weiße Haus veröffentlichte am 17. Mai ein Faktenblatt, das die zentralen Vereinbarungen eines Gipfeltreffens der Vorwoche zusammenfasst. Darin wird Pekings Zusage explizit festgehalten.

Chinas Exportkontrollen für Seltene Erden waren im April 2025 als Reaktion auf die sogenannten „Liberation Day"-Zölle von US-Präsident Donald Trump eingeführt worden. Trotz einer bereits im Oktober geschlossenen Vereinbarung, in der China laut Weißem Haus zugestimmt hatte, Lieferungen wieder ungehindert zuzulassen, schränken die Kontrollen die Ausfuhr bestimmter Seltener Erden weiterhin stark ein.

Strategisch wichtige Rohstoffe im Fokus

Besonders streng waren Pekings Beschränkungen bei spezialisierten Seltenen Erden wie Yttrium und Scandium. Diese Materialien finden Verwendung in der Verteidigungsindustrie, der Luft- und Raumfahrt sowie der Chipherstellung – Branchen, die für die USA von strategischer Bedeutung sind. Beide Rohstoffe wurden im Faktenblatt des Weißen Hauses ausdrücklich hervorgehoben.

„China wird die Bedenken der USA in Bezug auf Lieferkettenengpässe bei Seltenen Erden und anderen kritischen Mineralien, einschließlich Yttrium, Scandium, Neodym und Indium, ausräumen", heißt es in dem Dokument. Damit umfasst die Zusage insgesamt vier namentlich genannte kritische Mineralien.

Bemerkenswert ist, dass das chinesische Handelsministerium in seiner eigenen Zusammenfassung des Gipfels vom 16. Mai das Thema Seltene Erden mit keinem Wort erwähnte. Diese Diskrepanz zwischen den Darstellungen beider Seiten unterstreicht die Sensibilität des Themas in den bilateralen Handelsbeziehungen.

Chinas Dominanz in der Raffinierung bleibt ungebrochen

Neben den Exportbeschränkungen für die Rohstoffe selbst will Peking laut Faktenblatt auch die US-Bedenken hinsichtlich chinesischer Exportbeschränkungen für Ausrüstung und Technologie zur Verarbeitung Seltener Erden adressieren. Dies ist ein weiterer kritischer Punkt, da China nicht nur die Rohstoffe kontrolliert, sondern auch das technologische Know-how zur Verarbeitung.

China raffiniert über 90 Prozent der weltweiten Seltenen Erden und dominiert die Branche seit Jahrzehnten. Das Fachwissen und die Technologie des Landes werden dabei streng gehütet und sind für ausländische Unternehmen im Allgemeinen nicht zugänglich. Diese strukturelle Abhängigkeit macht westliche Industrienationen – darunter auch Deutschland und die EU – besonders verwundbar gegenüber chinesischen Exportbeschränkungen.

Für deutsche Anleger und Unternehmen ist die Entwicklung von erheblicher Relevanz: Seltene Erden sind unverzichtbare Bestandteile in der Automobil-, Elektronik- und Rüstungsindustrie. Eine Entspannung im sino-amerikanischen Handelsstreit um diese Rohstoffe könnte globale Lieferketten stabilisieren und den Druck auf alternative Bezugsquellen verringern.

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