China und USA erzielen vorläufigen Konsens bei Pariser Handelsgesprächen
Beide Seiten wollen stabile Handelsbeziehungen – doch Streit um US-Zollermittlungen nach Section 301 bleibt.

China und die Vereinigten Staaten haben bei Handelsgesprächen in Paris einen vorläufigen Konsens erzielt. Der chinesische Handelsunterhändler Li Chenggang bestätigte am Montag, dass beide Seiten wirtschaftliche Bedenken offen angesprochen hätten. Die Verhandlungen umfassten Handels- und Wirtschaftsfragen, die für beide Nationen von strategischer Bedeutung sind.
Li erklärte, dass China die von den USA eingeführten restriktiven Maßnahmen zur Kenntnis genommen habe. Besonders deutlich kritisierte er die laufenden Untersuchungen nach Section 301 – ein US-Handelsrechtsinstrument, das zu Zöllen oder anderen Handelsbeschränkungen gegen Länder führen kann, denen unfaire Handelspraktiken vorgeworfen werden. Peking lehne solche einseitigen Ermittlungen grundsätzlich ab und werde deren weiteren Verlauf genau beobachten.
Einigkeit über stabile Handelsbeziehungen
Trotz der Differenzen betonten beide Seiten einen wichtigen gemeinsamen Nenner: Stabile Handelsbeziehungen liegen im Interesse beider Länder. Li äußerte die Erwartung, dass Washington seine Zusagen einhalte und China in den laufenden Diskussionen entgegenkomme. Die Konsultationen sollen nach dem Pariser Treffen fortgesetzt werden.
Für deutsche Anleger und Exporteure ist das Ergebnis bedeutsam. China und die USA sind die beiden größten Volkswirtschaften der Welt – Spannungen zwischen ihnen belasten globale Lieferketten und Finanzmärkte erheblich. Eine Annäherung könnte den Druck auf exportorientierte deutsche Unternehmen etwas mildern.
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Zur AktienanalyseDer vorläufige Konsens ist allerdings noch kein Durchbruch. Offene Streitpunkte wie die Section-301-Untersuchungen bleiben ungeklärt. Beide Seiten haben jedoch signalisiert, den Dialog weiterzuführen – ein positives Signal für die Stabilität des Welthandels.


