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China überholt Deutschland bei Robotern

Automatisierung wird zur entscheidenden Herausforderung für die deutsche Industrie

China überholt Deutschland bei Robotern

China hat Deutschland im Bereich der Roboter-Dichte erstmals überholt und sich mit einer Roboterdichte von 470 Maschinen je 10.000 Beschäftigte auf den dritten Platz in der weltweiten Rangliste vorgearbeitet. Dieser Erfolg ist besonders bemerkenswert, da China erst 2019 unter die Top Ten der Roboter-Nationen aufgestiegen war. Deutschland ist mittlerweile auf den vierten Platz zurückgefallen. In der Industrie löst dieser Entwicklung Besorgnis aus, da die schnellere Fortschrittsgeschwindigkeit anderer Länder als Alarmsignal für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gewertet wird. Experten betonen, dass Automatisierung entscheidend für die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherung von Arbeitsplätzen in Deutschland ist, vor allem aufgrund des Fachkräftemangels.

Die weltweite Roboterdichte erreichte im vergangenen Jahr einen Rekordwert von 162 Einheiten pro 10.000 Beschäftigte. Südkorea und Singapur führen weiterhin unangefochten die Liste an, während die USA mit 295 Robotern je 10.000 Beschäftigte nur den zehnten Platz belegen. Der Rückgang der globalen Roboter-Neuinstallationen um zwei Prozent im vergangenen Jahr, vor allem bedingt durch den schwächeren wirtschaftlichen Aufschwung in China, hatte sich dennoch nicht negativ auf den Automatisierungsgrad des Landes ausgewirkt. Von 2018 bis 2023 wuchs die Zahl der Roboter-Neuinstallationen in China jährlich um mehr als zwölf Prozent, während in Deutschland dieser Anstieg im Durchschnitt bei nur einem Prozent lag.

Diese Entwicklung wird von der Industrie als Bestätigung der Befürchtungen gewertet, dass Deutschland den Anschluss verlieren könnte. Der Maschinenbauverband VDMA fordert eine massive Beschleunigung des Ausbaus von Robotik und Automatisierung in Deutschland. Auch die Politik erkennt das Problem, und es gibt bereits Initiativen, um die Robotikbranche stärker zu fördern und besser mit Forschungsinstituten zu vernetzen. Besonders kleinere Unternehmen, die Schwierigkeiten haben, in Robotik zu investieren, könnten durch staatliche Unterstützung entlastet werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Planung, Programmierung und Installation von Robotern spezielles Fachwissen erfordert, das bei vielen kleinen Firmen noch nicht ausreichend vorhanden ist.

Inzwischen dringen auch chinesische Roboterhersteller auf die Weltmärkte vor, wobei sie nicht nur durch günstigere Preise, sondern zunehmend auch durch technologische Weiterentwicklungen überzeugen. Die westlichen Hersteller müssen ihre Absatzmärkte diversifizieren, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.

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