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China überholt fossile Energien: 51% saubere Stromkapazität erreicht

Erstmals stammt mehr als die Hälfte der chinesischen Kraftwerksleistung aus erneuerbaren Quellen.

China überholt fossile Energien: 51% saubere Stromkapazität erreicht

China hat einen historischen Meilenstein in der Energiewende erreicht. Laut Daten des Global Energy Monitor (GEM) verfügt das Land im Jahr 2025 über eine installierte Kapazität von 1.494 Gigawatt (GW) aus sauberen Energiequellen. Zum Vergleich: Die Kapazitäten aus Kohle, Erdgas und anderen fossilen Brennstoffen liegen bei 1.420 GW. Damit stammen erstmals 51 Prozent des chinesischen Kraftwerksparks aus erneuerbaren Energien.

Mit diesem Durchbruch reiht sich China in einen exklusiven Club großer Volkswirtschaften ein, die primär durch saubere Energiequellen versorgt werden. Zu diesem Kreis gehören bisher nur Brasilien, Frankreich und Deutschland. Der Vorsprung von 73 GW bei sauberer Energie gegenüber fossilen Brennstoffen unterstreicht die massive Investitionsoffensive Pekings in Solar- und Windkraft der vergangenen Jahre.

USA setzen weiter auf fossile Energien

Am anderen Ende des Spektrums stehen die Vereinigten Staaten. Das Land verfügt über 233 GW mehr fossile Kapazitäten als saubere Energiequellen – mehr als jede andere Nation weltweit. Auch Indien, Saudi-Arabien, Russland und Indonesien zeigen laut GEM eine ähnlich starke Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.

Die aktuelle US-Regierung hat die staatliche Unterstützung für erneuerbare Energien deutlich zurückgefahren und befürwortet stattdessen den Ausbau von Erdgas- und Kohlekraftwerken. Experten erwarten daher, dass die USA ihren Vorsprung bei fossilen Kapazitäten weiter ausbauen werden, während China seine Dynamik beim Ausbau sauberer Energien beibehält.

Divergierende Energiepolitik mit globalen Folgen

Die unterschiedlichen Entwicklungen in den beiden größten Volkswirtschaften der Welt könnten weitreichende Konsequenzen für die globalen Klimaziele haben. Während China trotz seines Status als weltgrößter CO2-Emittent zunehmend auf erneuerbare Energien setzt, könnte die US-Politik die internationale Energiewende bremsen. Für deutsche Investoren ergeben sich daraus unterschiedliche Perspektiven: Chinesische Hersteller von Solar- und Windkraftanlagen dürften weiter profitieren, während US-Unternehmen im Bereich fossiler Energien kurzfristig Rückenwind erhalten könnten.

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