China-Tech als Dollar-Alternative: UBS sieht Chancen
Fondsmanager der UBS setzen verstärkt auf chinesische Technologieaktien. Attraktive Bewertungen und staatliche Unterstützung machen den Sektor zur Alternative gegenüber US-Investments.

Institutionelle Anleger diversifizieren zunehmend weg vom US-Dollar und setzen dabei auf chinesische Technologiewerte. Dies berichteten Fondsmanager der Schweizer Großbank UBS diese Woche auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Staatliche Unterstützung treibt Sektor an
Mark Haefele, Chief Investment Officer von UBS Global Wealth Management, begründet die positive Einschätzung mit konkreten Erfolgen im chinesischen Tech-Sektor. "Wir mögen insbesondere chinesische Technologieunternehmen, weil es dort Erfolge gibt. Es scheint auch staatliche Unterstützung zu geben", erklärte Haefele. Kunden in den USA, Europa und Asien würden aktiv nach Absicherungen gegen den Dollar suchen.
China holt bei der Technologieentwicklung rasant auf. Erfolgreiche Börsengänge von Unternehmen wie MiniMax und Zhipu AI unterstreichen das wachsende Anlegervertrauen. Peking fördert gezielt heimische Champions im Tech-Bereich. Während die USA bei Rechenleistung und Infrastruktur noch führend sind, treiben Innovationen trotz knapper Budgets Chinas Fortschritt voran.
Fiskalische Anreize schaffen Chancen
Ulrike Hoffmann-Buchardi, CIO für Amerika bei UBS, sieht ein breiteres zyklisches Umfeld als Haupttreiber. Fiskalische Anreize würden alle Regionen beflügeln und Chancen in Märkten mit attraktiveren Bewertungen schaffen. "Wir sind optimistisch, aber uns auch der Abwärtsrisiken bewusst, insbesondere in jenen Ländern und Regionen, in die Kapital geflossen ist", warnte Hoffmann-Buchardi mit Blick auf die USA.
Fed-Sitzung und Tech-Gewinne im Fokus
In der kommenden Woche richten sich die Blicke auf die Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve und die Quartalsberichte der großen Tech-Konzerne. Diese Ereignisse könnten den Fokus von geopolitischen Themen weglenken, die seit Jahresbeginn die Märkte dominiert haben.
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Zur AktienanalyseSaira Malik, Chief Investment Officer des US-Vermögensverwalters Nuveen, bleibt dennoch optimistisch für amerikanische Aktien. "Da erwartet wird, dass die Tech-Gewinne mehr als doppelt so schnell wachsen wie die Wachstumsrate des S&P 500, denke ich weiterhin, dass die USA führend sein werden", sagte Malik. Nuveen sieht ein Kursziel von 7.500 Punkten für den S&P 500, was einem Aufwärtspotenzial von rund 8,5 Prozent entspricht.
Zinssenkungen in zweiter Jahreshälfte möglich
Für die weitere Marktentwicklung bleiben die Inflation und der Arbeitsmarkt entscheidend. "Solange die Inflation einigermaßen moderat bleibt und sich die Arbeitsmärkte abschwächen, öffnet dies die Tür für einige Zinssenkungen in der zweiten Jahreshälfte", prognostiziert Malik. Dies würde sowohl US-amerikanischen als auch chinesischen Tech-Werten Rückenwind geben.


