ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

China steigert Wind- und Solarenergie bis 2030 um 53 Prozent

Peking veröffentlicht verbindlichen Fünfjahresplan für erneuerbare Energien mit ambitionierten Zielen für Strom, Wasserstoff und Wasserkraft.

China steigert Wind- und Solarenergie bis 2030 um 53 Prozent

China hat am Donnerstag einen umfassenden Plan für erneuerbare Energien vorgestellt, der erstmals verbindliche Ziele für den Ausbau von Wind- und Solarenergie festlegt. Der Plan sieht vor, die gesamte Erzeugung aus erneuerbaren Energien bis 2030 auf 1,8 Milliarden Tonnen Kohleäquivalent (tce) zu steigern. Damit entspricht dies einem Anstieg von 53% gegenüber dem Ausgangswert von 1,18 Milliarden tce im Jahr 2025.

Besonders bemerkenswert ist der verbindliche Charakter der neuen Zielvorgaben. China erklärt seine Ökostromziele damit erstmals für verpflichtend – ein deutliches Signal an Investoren und die internationale Gemeinschaft. Bislang galten entsprechende Ankündigungen aus Peking lediglich als Richtwerte ohne rechtlich bindende Wirkung.

Spitzenlast und Netzstabilität im Fokus

Der Plan adressiert auch die Herausforderung der Netzstabilität bei schwankenden erneuerbaren Energiequellen. Wind- und Solarenergie sollen bis 2030, unterstützt durch Speichersysteme, in Zeiten der Spitzennachfrage 8% ihrer installierten Kapazität bereitstellen. Darüber hinaus sollen erneuerbare Quellen 20% des Stromverbrauchs während Nachfragespitzen abdecken.

Um diese Ziele zu erreichen, plant China den Zubau von mehr als 300 Gigawatt an erneuerbarer Spitzenlastkapazität bis 2030. Dabei handelt es sich um Strom aus erneuerbaren Energien, der gezielt bei steigender Nachfrage abgerufen werden kann – ein entscheidender Faktor für die Versorgungssicherheit in einem der weltgrößten Stromnetze.

Grüner Wasserstoff und Wasserkraft als Säulen des Plans

Neben dem Stromsektor richtet der Plan den Blick auch auf andere Anwendungsfelder. Für die Nutzung von Wind- und Solarenergie außerhalb des Stromsektors – etwa für Heizung, Kühlung und die Produktion von grünem Wasserstoff – setzt Peking ein Ziel von 150 Millionen tce. Die Produktion von grünem Wasserstoff soll bis 2030 auf 2 Millionen Tonnen pro Jahr anwachsen.

Auch die Wasserkraft spielt eine zentrale Rolle: China strebt bis 2030 eine Wasserkraftkapazität von 570 GW an, gegenüber einem Ziel von 450 GW für 2025. Davon entfallen 160 GW auf Pumpspeicherkraftwerke, die als Energiespeicher für das schwankende Angebot aus Wind und Sonne dienen – ein deutlicher Sprung gegenüber den 66 GW im Jahr 2025.

Offshore-Wind und Megabasen als Zukunftsprojekte

Der Plan enthält auch technologisch ambitionierte Vorhaben. So sieht er den Bau von Tiefsee-Offshore-Windparks sowie die Integration von Offshore-Windenergie mit Unterwasser-Rechenzentren vor. Peking plant zudem Pilotprojekte für sogenannte Megabasis-Anlagen für erneuerbare Energien, die 100% Ökostrom übertragen sollen.

Zum Vergleich: Laut Global Energy Monitor machen Wind- und Solarenergie derzeit etwa 20% des Stroms aus, der über Chinas Ultra-Hochspannungsnetz übertragen wird. Der neue Plan zielt darauf ab, diesen Anteil in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen und China als globale Führungsmacht im Bereich der erneuerbaren Energien zu festigen.

China Erneuerbare EnergienSolarenergie China 2030Windenergie ChinaGrüner Wasserstoff ChinaWasserkraft ChinaEnergiewende ChinaOffshore-Windpark China

Disclaimer