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China-Regulierung trifft UP Fintech und Futu mit massiven Kursverlusten

Chinas hartes Durchgreifen gegen grenzüberschreitende Broker-Aktivitäten schickt UP Fintech und Futu Holdings an der Nasdaq auf Talfahrt.

China-Regulierung trifft UP Fintech und Futu mit massiven Kursverlusten

Die an US-Börsen notierten Aktien der chinesischen Online-Broker UP Fintech Holding (NASDAQ: TIGR) und Futu Holdings (NASDAQ: FUTU) haben am Freitag im frühen Handel massive Kursverluste erlitten. UP Fintech brach um 35,3 Prozent auf 3,78 US-Dollar ein, während Futu um 37,1 Prozent auf 77,86 US-Dollar abstürzte. Auslöser ist ein hartes Vorgehen der chinesischen Behörden gegen grenzüberschreitende Broker-Aktivitäten.

Die chinesische Wertpapieraufsichtsbehörde hat angekündigt, Sanktionen gegen die Online-Broker Tiger Brokers – eine Tochtergesellschaft von UP Fintech –, Futu und Longbridge zu verhängen. Der Vorwurf: Die Unternehmen haben ohne eine inländische Lizenz in China um Kunden geworben. Damit sollen inländische Gelder illegal in ausländische Wertpapiere, Futures und Fondsprodukte geleitet worden sein.

Zweijährige Übergangsfrist für betroffene Broker

Die Regulierungskampagne richtet sich sowohl gegen ausländische Firmen, die ohne Genehmigung in China tätig sind, als auch gegen deren inländische Partner. Den betroffenen Unternehmen wurde eine zweijährige Übergangsfrist eingeräumt, um bestehende illegale Aktivitäten einzustellen. Dies gibt den Brokern zwar etwas Zeit zur Anpassung, doch die Märkte reagierten dennoch mit heftigen Verkäufen.

Für deutsche Anleger ist der Kontext wichtig: UP Fintech und Futu sind als sogenannte ADRs – American Depositary Receipts – an US-Börsen notiert. Diese Instrumente ermöglichen es internationalen Investoren, in chinesische Unternehmen zu investieren, ohne direkt an chinesischen Börsen handeln zu müssen. Genau dieses Geschäftsmodell steht nun im Visier der Pekinger Regulierer.

Breite Auswirkungen auf chinesische Tech-Aktien

Die Regulierungssorgen strahlten auch auf andere chinesische Technologie- und E-Commerce-Werte aus. Die in den USA notierten Aktien von PDD Holdings (NASDAQ: PDD), Alibaba (NYSE: BABA) und JD.com (NASDAQ: JD) verloren zwischen 3,5 und 5,6 Prozent. Der breit gefasste KraneShares CSI China Internet ETF (NYSE: KWEB) sank um 4,8 Prozent.

Auch die großen China-ETFs blieben nicht verschont. Der iShares MSCI China ETF (NASDAQ: MCHI) verlor 1,8 Prozent, der iShares China Large Cap ETF (NYSE: FXI) gab um 1,4 Prozent nach. Die Verluste zeigen, wie stark regulatorische Eingriffe in China den gesamten Sektor belasten können.

Für Anleger, die in chinesische Aktien oder entsprechende ETFs investiert sind, verdeutlicht dieser Vorfall einmal mehr das spezifische Regulierungsrisiko, das mit Investments in chinesische Unternehmen verbunden ist. Peking hat in der Vergangenheit wiederholt durch überraschende regulatorische Maßnahmen für Turbulenzen an den Märkten gesorgt – von der Bildungsbranche über den Technologiesektor bis hin zu Finanzdienstleistern.

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