China reduziert Kohleimporte aus Russland deutlich
Günstige Inlandspreise und Marktverschiebungen bremsen Nachfrage nach ausländischer Kohle

Chinas Kohleimporte aus Russland sind im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13 Prozent auf 7,397 Millionen Tonnen gesunken. Das geht aus aktuellen Daten der chinesischen Zollbehörde hervor. Insgesamt gingen die Kohleimporte des Landes deutlich zurück. Der Rückgang steht im Zusammenhang mit niedrigeren Inlandspreisen, die Importe im Vergleich zur heimischen Förderung weniger profitabel machen.
Ein Schreiben aus russischen Kohleförderregionen und Berichte über mögliche Unterstützungsmaßnahmen der Regierung in Moskau deuten jedoch darauf hin, dass die Kohlelieferungen aus Russland in den kommenden Monaten wieder zunehmen könnten. Geplant sind demnach Rabatte auf Eisenbahntransportkosten sowie Exportgarantien, um die von westlichen Sanktionen belastete russische Kohleindustrie zu stützen.
Auch Importe aus anderen wichtigen Lieferländern gingen im April zurück. Aus Indonesien, dem größten Kohlelieferanten Chinas, wurden 14,286 Millionen Tonnen eingeführt – ein Rückgang um 20 Prozent im Vergleich zum April des Vorjahres. Grund dafür war unter anderem die Ablehnung chinesischer Käufer, den von der indonesischen Regierung festgelegten Referenzpreis bei internationalen Verkäufen zu akzeptieren. Jakarta hatte diesen Schritt unternommen, um höhere Lizenzgebühren zu erzielen.
Die Kohleimporte aus der Mongolei, bei denen es sich größtenteils um Kokskohle handelt, sanken im April um 3 Prozent auf 7,014 Millionen Tonnen. Auch Australien verzeichnete einen Rückgang um 3 Prozent. Von dort importierte China 6,97 Millionen Tonnen Kohle.
Insgesamt beliefen sich Chinas Kohleimporte im Zeitraum von Januar bis April 2025 auf 66,871 Millionen Tonnen aus Indonesien, 27,373 Millionen Tonnen aus Russland, 24,504 Millionen Tonnen aus der Mongolei und 23,419 Millionen Tonnen aus Australien. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet das einen Rückgang der Einfuhren aus Indonesien um 5 Prozent. Die übrigen drei Länder konnten in diesem Zeitraum jeweils einen leichten Anstieg verzeichnen.
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Zur AktienanalyseChinesische Kohlepreise befinden sich derzeit auf einem Vierjahrestief. Dies macht importierte Kohle im Vergleich zur inländisch produzierten weniger rentabel und führt zu einer generellen Abnahme der Nachfrage nach ausländischer Kohle.


