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China erneuert Lizenzen für US-Rindfleischexporteure beim Trump-Xi-Gipfel

Peking verlängert Exportgenehmigungen für hunderte US-Betriebe – darunter Tyson Foods und Cargill – zeitgleich zum Gipfeltreffen beider Staatschefs.

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China erneuert Lizenzen für US-Rindfleischexporteure beim Trump-Xi-Gipfel

China hat die Exportlizenzen für hunderte US-amerikanische Rindfleischverarbeitungsbetriebe erneuert. Das geht aus chinesischen Zolldaten hervor. Zu den begünstigten Unternehmen zählen auch Werke der Fleischgiganten Tyson Foods und Cargill. Die Bekanntgabe fiel bewusst auf den Tag, an dem sich US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping am Donnerstag in Peking zu einem Gipfeltreffen zusammenfanden.

Der Schritt kommt zu einem symbolisch bedeutsamen Zeitpunkt: Mehr als 400 US-Rindfleischbetriebe hatten im vergangenen Jahr ihre Exportberechtigung für den chinesischen Markt verloren. Die zwischen März 2020 und April 2021 von Peking erteilten Genehmigungen waren schlicht ausgelaufen – ohne Verlängerung. Das entsprach laut chinesischen Zolldaten rund 65 Prozent aller ehemals registrierten Anlagen.

Einbruch der US-Rindfleischexporte nach China

Die Folgen für die amerikanische Fleischwirtschaft waren gravierend. Die Rindfleischexporte nach China brachen im Jahresverlauf gegenüber 2024 um 48 Prozent beim Volumen ein. Noch dramatischer fiel der Rückgang beim Exportwert aus: Dieser sank um 69 Prozent. Das geht aus einem Bericht der U.S. Meat Export Federation hervor, der auf Daten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) basiert.

Der Ausgangspunkt des Einbruchs war der 16. März, als die Registrierungen für die meisten US-Rindfleischbetriebe in China offiziell abliefen. Ohne gültige Exportlizenz ist der Zugang zum chinesischen Markt für amerikanische Fleischproduzenten faktisch gesperrt. China gilt als einer der wichtigsten Absatzmärkte für US-Rindfleisch weltweit.

Zum Vergleich: Im Jahr 2022 hatten die US-Rindfleischexporte nach China mit einem Wert von 1,7 Milliarden US-Dollar ihren historischen Höchststand erreicht. Der seitdem eingeschlagene Rückwärtstrend verdeutlicht, wie stark die Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern unter Druck geraten sind.

Diplomatisches Signal beim Gipfeltreffen

Die zeitliche Koinzidenz der Lizenzerneuerung mit dem Trump-Xi-Gipfel in Peking ist kaum zufällig. Solche Gesten werden im diplomatischen Kontext zwischen den USA und China häufig als Zeichen des guten Willens eingesetzt. Für die betroffenen US-Fleischproduzenten bedeutet die Erneuerung der Exportlizenzen eine wichtige Weichenstellung, um den Zugang zum milliardenschweren chinesischen Markt schrittweise wiederherzustellen.

Für deutsche Beobachter und Anleger ist der Vorgang ein weiteres Indiz dafür, dass Handelsfragen zwischen Washington und Peking eng mit der politischen Großwetterlage verknüpft bleiben. Unternehmen wie Tyson Foods und Cargill, die zu den größten Fleischverarbeitern der Welt zählen, dürften von der Entwicklung unmittelbar profitieren.

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