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China erlaubt wieder Export seltener Erdmagnete

Auch Volkswagen-Zulieferer erhalten Genehmigungen – Fokus auf Kunden in Europa und Vietnam

 China erlaubt wieder Export seltener Erdmagnete

China hat erstmals seit Einführung von Exportbeschränkungen für seltene Erden wieder Ausfuhrgenehmigungen an mindestens vier Hersteller von Magneten vergeben. Darunter befinden sich auch Lieferanten des deutschen Automobilkonzerns Volkswagen. Dies teilten mit der Angelegenheit vertraute Personen mit. Die Entscheidung deutet darauf hin, dass die Versorgung mit diesen für verschiedene Industrien essenziellen Materialien fortgesetzt wird.

Baotou Tianhe Magnetics erhielt nach Angaben von drei Quellen Ende April eine Ausfuhrlizenz für Volkswagen. Das Unternehmen stellt Magnete her, die in Elektromotoren von Hybrid- und Elektrofahrzeugen verwendet werden. Eine der Quellen erklärte, Volkswagen habe sich während des Genehmigungsverfahrens direkt an die chinesische Regierung gewandt, um Unterstützung zu erhalten. Der Konzern selbst bestätigte auf Anfrage, in engem Austausch mit seinen Zulieferern zu stehen und Hinweise darauf erhalten zu haben, dass einigen Magnetlieferanten Ausfuhrgenehmigungen erteilt worden seien. Weitere Angaben machte Volkswagen nicht.

Neben Baotou Tianhe Magnetics wurden laut den Quellen auch Zhongke Sanhuan, Baotou INST Magnetic sowie Earth-Panda Advanced Magnetic Material mit Ausfuhrlizenzen bedacht. Die Genehmigungen gelten jeweils kundenbezogen. Unklar ist jedoch, ob sämtliche Kunden dieser vier Firmen durch die chinesischen Behörden freigegeben wurden. Eine der Quellen erklärte, die Genehmigungen hätten ausschließlich für Kunden in Europa und Vietnam gegolten.

Die betroffenen Magnethersteller und das chinesische Handelsministerium reagierten zunächst nicht auf Anfragen zur Stellungnahme. Die Quellen wollten aufgrund der Sensibilität des Themas anonym bleiben. Die Lizenzen wurden vor dem kürzlich erzielten Waffenstillstand im Handelskonflikt mit den USA erteilt. Industriequellen gehen davon aus, dass diese Einigung künftig auch die Genehmigungen für US-Kunden erleichtern dürfte.

Die jetzt vergebenen Lizenzen sind die ersten, seit China vor weniger als einem Monat Ausfuhrbeschränkungen auf sieben seltene Erden und verwandte Materialien verhängt hatte. Dies geschah als Reaktion auf frühere Zölle des damaligen US-Präsidenten Donald Trump. Beobachter hatten ursprünglich mit längeren Verzögerungen gerechnet.

China besitzt eine dominierende Stellung bei der Verarbeitung der 17 seltenen Erden, die unter anderem in der Energie-, Verteidigungs- und Automobilbranche benötigt werden. Alternative Bezugsquellen existieren für viele Unternehmen kaum. Das Eingreifen von Volkswagen und das Lobbying anderer westlicher Abnehmer unterstreichen die Abhängigkeit von chinesischen Lieferanten.

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