China drosselt Seltenerd-Exporte nach Japan deutlich
Die chinesischen Ausfuhren von Seltenerdmagneten nach Japan sind im Dezember 2025 auf 280 Tonnen gesunken – ein Rückgang gegenüber dem Rekordwert von 305 Tonnen im November. Analysten sehen darin ein Zeichen für verschärfte geopolitische Spannungen.

China hat seine Exporte von Seltenerdmagneten nach Japan im Dezember 2025 gedrosselt. Wie die Allgemeine Zollverwaltung am Dienstag mitteilte, gingen 280 Tonnen an den asiatischen Nachbarn – 25 Tonnen weniger als im Rekordmonat November mit 305 Tonnen.
Japanische Käufer hatten vorsorglich aufgestockt
Trotz des Monatsrückgangs lag das Dezembervolumen noch 31,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Analysten führen dies darauf zurück, dass japanische Abnehmer in Erwartung weiterer chinesischer Beschränkungen ihre Lagerbestände aufgestockt hatten. Diese Vorsichtsmaßnahme erwies sich als berechtigt.
Exportverbot nach politischen Spannungen
Für Januar 2026 erwarten Experten einen deutlichen Einbruch der Lieferungen. China verhängte ein Exportverbot für Güter mit potenzieller militärischer Verwendung – eine direkte Reaktion auf Äußerungen der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi. Diese hatte erklärt, Japan werde militärisch reagieren, falls China Taiwan angreifen sollte. Peking, das die demokratisch regierte Insel als Teil seines Territoriums beansprucht, reagierte verärgert auf diese Aussage.
USA-Exporte ebenfalls rückläufig
Auch die Vereinigten Staaten verzeichneten einen Rückgang: Im Dezember sanken die Lieferungen um 3 Prozent auf 564 Tonnen. Für das Gesamtjahr 2025 ergibt sich ein drastischer Einbruch von 20,3 Prozent auf 5.933 Tonnen. Eine leichte Erholung setzte erst ein, nachdem Präsident Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen eine teilweise Aussetzung der Exportkontrollen vereinbart hatten.
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Zur AktienanalyseSeltenerdmagnete sind unverzichtbar für Elektrofahrzeuge, Windkraftanlagen und Hightech-Elektronik. China kontrolliert rund 90 Prozent der weltweiten Produktion und nutzt diese Marktmacht zunehmend als geopolitisches Druckmittel. Die Gesamtexporte des Landes sanken im Dezember um 3,2 Prozent auf 5.952 Tonnen – dennoch die vierthöchste Menge des Jahres 2025.
Im Gesamtjahr 2025 exportierte China 57.392 Tonnen Seltenerdmagnete, was einem moderaten Rückgang von 1,3 Prozent entspricht. Westliche Industrienationen arbeiten intensiv daran, ihre Abhängigkeit von chinesischen Lieferungen zu reduzieren und eigene Lieferketten aufzubauen.


