China dominiert den Markt für Wärmepumpen
Deutsche Unternehmen kämpfen um den Anschluss

Die Klimaziele Chinas sind ehrgeizig: Bis 2060 möchte das Land klimaneutral werden. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt die Volksrepublik verstärkt auf erneuerbare Energiequellen und effiziente Technologien. Eine besonders wichtige Rolle spielen dabei Wärmepumpen, die zur Beheizung und Kühlung von Gebäuden genutzt werden können. China ist in diesem Bereich bereits jetzt Weltmarktführer, während Deutschland sich erst langsam für dieses Thema öffnet. Im Jahr 2021 stammten mehr als ein Drittel der weltweit installierten Wärmepumpen aus China. Im Jahr darauf stiegen die Verkaufszahlen auf 12,5 Millionen Stück.
Die meisten der in China verkauften Wärmepumpen sind mit Luft betriebene Geräte, die im Land aufgrund des schwülheißen Klimas sehr beliebt sind. Auch deutsche Unternehmen haben Interesse an dem chinesischen Markt für Wärmepumpen, sehen sich jedoch großen Herausforderungen gegenübergestellt. So haben chinesische Unternehmen in diesem Bereich bereits eine starke Position aufgebaut und können auf staatliche Hilfen setzen, die europäischen Firmen fehlen.
Um in China Fuß zu fassen, benötigen deutsche Unternehmen ein eigenes Werk vor Ort. Selbst dann sind sie jedoch auf das Projektgeschäft beschränkt, da Wohnhäuser in China meist von Immobilienfirmen gebaut werden. Der technologische Vorsprung, den deutsche Unternehmen heute noch haben, soll gehalten werden. Gleichzeitig arbeiten sie daran, die Herstellungskosten zu senken, um auf der Kostenseite mit chinesischen und anderen asiatischen Herstellern konkurrenzfähig zu sein.
Auch japanische Wärmepumpen gelten als besonders hochwertig. Auf dem europäischen Markt sind jedoch auch chinesische Marken vertreten, darunter die Marktführer Midea und Haier. Midea expandiert derzeit in Europa und baut in Norditalien ein neues Werk, das sich auf die Herstellung von Wärmepumpen konzentriert. Die Exportzahlen von Wärmepumpen-Produkten von Midea stiegen im Jahr 2022 allein im ersten Halbjahr um 200 Prozent. Das Unternehmen hat ein Büro in Deutschland, äußert sich jedoch nicht zum Geschäft mit Wärmepumpen.
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Zur AktienanalyseDie deutschen Unternehmen müssen sich darauf einstellen, dass der chinesische Markt für Wärmepumpen auch in Zukunft stark wachsen wird. Um mithalten zu können, müssen sie nicht nur technologisch auf der Höhe bleiben, sondern auch eine effiziente Produktion sicherstellen und gegebenenfalls in den chinesischen Markt investieren. Nur so können sie langfristig im Wettbewerb mithalten.


