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China bremst den Export seltener Erden aus

Globale Autoindustrie warnt vor Produktionsausfällen und sucht verzweifelt nach Alternativen

 China bremst den Export seltener Erden aus

Die Besorgnis über Chinas Kontrolle über kritische Mineralien hat weltweit zugenommen, nachdem das Land den Export einer Vielzahl seltener Erden, Legierungen und Magneten eingeschränkt hat. Automobilhersteller aus aller Welt, darunter auch deutsche Konzerne, haben gewarnt, dass die Produktion ohne rasche Lösungen unterbrochen oder eingestellt werden könnte. Die Auswirkungen betreffen nicht nur die Automobilindustrie, sondern auch Hersteller aus der Luft- und Raumfahrt, der Halbleiterbranche sowie militärische Auftragnehmer.

Die im April beschlossenen Ausfuhrbeschränkungen Chinas für kritische Mineralien gelten als Teil eines strategischen Vorgehens im andauernden Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten. Unter der Präsidentschaft von Donald Trump hatte die US-Regierung hohe Zölle auf chinesische Waren verhängt, um das Handelsdefizit zu verringern und Produktionskapazitäten ins eigene Land zurückzuholen. China reagierte mit eigenen Maßnahmen und nutzt nun seine Vormachtstellung im Bereich der kritischen Rohstoffe als Druckmittel.

Der Exportstopp betrifft insbesondere Magneten, die für die Fertigung von Fahrzeugen, Drohnen, Robotern und Raketen unerlässlich sind. An zahlreichen chinesischen Häfen wurden Lieferungen blockiert, während Ausfuhrgenehmigungen auf behördliche Prüfung warten. In Unternehmenszentralen und Regierungskreisen herrscht angesichts der drohenden Engpässe große Unruhe. Alternativen sind derzeit kaum verfügbar, was die Sorge vor Produktionsstillständen bis zum Sommeranfang verstärkt.

Die Vorsitzende des deutschen Autolobbyverbandes, Hildegard Müller, erklärte, dass ohne kurzfristige Änderungen Produktionsverzögerungen und -ausfälle nicht mehr auszuschließen seien. Auch ein indischer Hersteller von Elektrofahrzeugen hatte zuletzt auf die negativen Folgen hingewiesen. Um die angespannte Lage zu entschärfen, bemühen sich Vertreter aus Indien, Japan und Europa um Gespräche mit der chinesischen Regierung. Eine japanische Delegation plant Anfang Juni einen Besuch in Peking, europäische Diplomaten haben ebenfalls kurzfristige Treffen beantragt.

Die indische Regierung bereitet parallel eine Reise von Auto-Managern vor, um innerhalb der nächsten Wochen eine Lösung herbeizuführen. Bereits im Mai hatten führende Automobilhersteller wie General Motors, Toyota, Volkswagen und Hyundai die US-Regierung in einem Brief auf die ernste Lage hingewiesen. Darin betonten sie, dass ohne verlässliche Lieferungen von Magneten und Elementen die Herstellung zahlreicher Fahrzeugkomponenten nicht mehr gewährleistet sei.

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