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China als größter Ausgangspunkt für Cyberangriffe

Deutsche Unternehmen verzeichnen rasant wachsenden Schaden durch Datendiebstahl und Spionage

China als größter Ausgangspunkt für Cyberangriffe

Deutsche Unternehmen sehen sich zunehmend durch Cyberkriminalität bedroht, insbesondere durch Datendiebstahl, Spionage und Sabotage. Laut einer aktuellen Studie des Digitalverbands Bitkom, die heute in Berlin veröffentlicht wurde, haben sich diese Bedrohungen in den letzten Jahren massiv verstärkt. Besonders alarmierend ist, dass China sich im vergangenen Jahr zur größten Ausgangsbasis für Cyberangriffe auf die deutsche Wirtschaft entwickelt hat. 45 Prozent der betroffenen Unternehmen konnten ihre Angriffe auf China zurückführen, was einen Anstieg um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Im April wurde bekannt, dass mutmaßlich aus China stammende Hacker den Automobilhersteller Volkswagen über Jahre hinweg ausspioniert haben. Dabei zielten die Angreifer auf das Know-how des Konzerns ab. Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst betonte in diesem Zusammenhang, dass die gegenwärtige Zeit von Konflikten und Spannungen geprägt sei, und wies darauf hin, dass in dieser angespannten Situation oft mit harten Bandagen gekämpft werde. Auch Russland bleibt ein bedeutender Akteur im Bereich der Cyberkriminalität, obwohl die Zahl der Angriffe aus diesem Land im letzten Jahr leicht zurückgegangen ist. 39 Prozent der attackierten Unternehmen vermuteten Angreifer aus Russland, was einen Rückgang von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt.

Die Bedrohung durch Cyberkriminalität ist jedoch nicht auf einzelne Länder beschränkt. Ein Drittel der Unternehmen konnte den Ursprung der Angriffe nicht genau bestimmen, während jedes fünfte Unternehmen vermutete, dass die Angriffe aus Deutschland selbst kamen. Hacker aus Osteuropa und der Europäischen Union wurden in 32 Prozent beziehungsweise 21 Prozent der Fälle als Ausgangsbasis vermutet. Die Angriffe werden dabei nicht nur von organisierten kriminellen Gruppen durchgeführt, sondern auch von ausländischen Nachrichtendiensten, die für 20 Prozent der Angriffe verantwortlich gemacht werden. Diese Zahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht.

Die finanziellen Schäden durch Cyberkriminalität sind ebenfalls dramatisch angestiegen. Acht von zehn Unternehmen in Deutschland gaben an, in den letzten zwölf Monaten Opfer von Diebstahl, Spionage oder Sabotage geworden zu sein. Der dadurch entstandene Schaden wird auf insgesamt 267 Milliarden Euro geschätzt, was einer Steigerung von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Entwicklungen führen dazu, dass sich mittlerweile zwei Drittel der Unternehmen in ihrer Existenz durch Cyberattacken bedroht sehen. Vor zwei Jahren waren es lediglich neun Prozent. Bitkom-Präsident Wintergerst forderte die Unternehmen daher auf, ihre Schutzmaßnahmen weiter zu verstärken, um sich gegen diese wachsende Bedrohung zu wappnen.

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