Chile hebt Kupferpreisprognose leicht an
Rückläufige Förderung in Collahuasi-Mine bremst wirtschaftliches Wachstum des Landes

Chile rechnet mit einem höheren Durchschnittspreis für Kupfer in diesem Jahr. Das Finanzministerium des Landes korrigierte die Prognose auf 4,28 US-Dollar pro Pfund nach oben, nachdem zuvor ein Wert von 4,26 US-Dollar angesetzt worden war. Trotz der leicht verbesserten Preisprognose dämpft eine rückläufige Produktion in einem bedeutenden Kupferbergwerk die wirtschaftlichen Erwartungen. Konkret geht es um die Mine Collahuasi, die von den Konzernen Glencore und Anglo American betrieben wird.
Finanzminister Mario Marcel informierte den Kongress über die aktuellen Einschätzungen. Er bestätigte die bisherige Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr von 2,5 Prozent. Dabei betonte er, dass die Rückgänge im Bergbau durch andere Wirtschaftsbereiche teilweise ausgeglichen würden. Der Rückgang sei insbesondere auf sinkende Produktionsmengen in der Mine Collahuasi zurückzuführen.
Die Collahuasi-Mine zählt zu den größten Kupferminen des Landes. Die Produktion dort spielt eine zentrale Rolle für die chilenische Exportwirtschaft. Dass die Förderung zuletzt rückläufig war, wirkt sich direkt auf die Wirtschaftsleistung des Landes aus. Chile ist der weltweit größte Kupferproduzent, weshalb Veränderungen im Produktionsvolumen besonders ins Gewicht fallen.
Der durchschnittliche Kupferpreis für das kommende Jahr bleibt laut Finanzministerium bei 4,30 US-Dollar pro Pfund. Auch die Inflationsprognosen für dieses und das nächste Jahr wurden nicht angepasst. Gleiches gilt für die Wachstumsprognose des Bruttoinlandsprodukts im kommenden Jahr.
Zuvor hatte bereits der Vorsitzende des staatlichen Bergbauunternehmens Codelco gegenüber Reuters darauf hingewiesen, dass die geplanten US-Zölle auf Kupfer in Höhe von 50 Prozent, die ab dem 1. August in Kraft treten sollen, zu Rekordpreisen auf dem amerikanischen Markt beigetragen hätten. Gleichzeitig führe die globale Unsicherheit zu einer zunehmenden Volatilität der Preise.
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Zur AktienanalyseDie Kombination aus schwankenden Preisen, geopolitischen Spannungen und rückläufiger Produktion stellt für Chile eine Herausforderung dar. Zwar bleibt das Land vom Rohstoff Kupfer wirtschaftlich abhängig, doch die Schwankungen auf dem Weltmarkt und Produktionsprobleme einzelner Minen könnten mittelfristig den Handlungsspielraum der Regierung begrenzen.


