Chevron mahnt Hess-Mitarbeiter zur Wachsamkeit
Job-Entscheidungen stehen bevor – Hunderte Stellen in Houston fallen weg

Nach der Übernahme des US-Ölkonzerns Hess durch den Branchenriesen Chevron sollen sich die betroffenen Mitarbeiter weiterhin auf einen sicheren Betrieb konzentrieren, während sie auf Informationen über ihre berufliche Zukunft warten. In einer internen Mitteilung rief das Management dazu auf, Sicherheitsstandards strikt einzuhalten – insbesondere in Zeiten organisatorischer Umbrüche, die laut Chevron historisch mit einem Anstieg von Zwischenfällen verbunden seien.
Chevron hatte die Übernahme von Hess in Höhe von 55 Milliarden US-Dollar kürzlich abgeschlossen, nachdem ein langwieriger Rechtsstreit mit Exxon Mobil beendet worden war. Der Abschluss der Übernahme verzögerte sich dadurch um über ein Jahr. Für Chevron ist die Eingliederung von Hess Teil einer strategischen Neuausrichtung, mit der Vorstandschef Mike Wirth Effizienz steigern und Bedenken von Investoren hinsichtlich künftiger Wachstumschancen begegnen will.
Im Rahmen von Informationsveranstaltungen in der Hess-Zentrale in Houston verdeutlichten Vertreter von Chevron den Ernst der Lage. Eine Präsentation zeigte, dass es in Phasen wie diesen vermehrt zu Sicherheitsvorfällen komme. Die Beschäftigten wurden dazu aufgerufen, keine privaten Kontakte zwischen Chevron- und Hess-Mitarbeitern zu pflegen, bis die Integrationsprozesse vollständig abgeschlossen seien. Ziel sei es, klare Strukturen zu wahren und Ablenkungen zu vermeiden.
Gleichzeitig wurde den Hess-Beschäftigten angekündigt, dass sie in der kommenden Woche erfahren werden, ob sie eine dauerhafte Stelle im neuen Unternehmen erhalten oder lediglich vorübergehend für die Übergangsphase eingeplant sind. Rund 575 Arbeitsplätze sollen in Houston gestrichen werden – das entspricht etwa einem Drittel der bisherigen Belegschaft von Hess an diesem Standort.
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Zur AktienanalyseEin Chevron-Sprecher bezeichnete die Personalentscheidungen als schwerwiegend, aber notwendig. Man nehme sie nicht leichtfertig und werde Betroffenen Abfindungen sowie weitere Unterstützung anbieten. Interne Kommunikation deutet darauf hin, dass das Unternehmen vorrangig auf einen sicheren Übergang bedacht ist. Vorstandschef Wirth hatte bereits Anfang des Jahres auf eine Zunahme sogenannter „Beinaheunfälle“ hingewiesen, die bei leicht anderem Verlauf zu schweren Verletzungen oder gar Todesfällen hätten führen können. Diese Entwicklung unterstreicht die Dringlichkeit der aktuellen Sicherheitsappelle.


