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Chevron fordert bessere Konditionen für irakisches Mega-Ölfeld

Der US-Ölriese Chevron knüpft die Übernahme des riesigen Ölfelds West Qurna 2 im Irak an verbesserte Vertragsbedingungen. Das Feld wurde nach US-Sanktionen gegen den russischen Betreiber Lukoil verstaatlicht.

Chevron fordert bessere Konditionen für irakisches Mega-Ölfeld

Der amerikanische Ölkonzern Chevron verhandelt mit der irakischen Regierung über verbesserte Konditionen für das Mega-Ölfeld West Qurna 2. Dies ist die Voraussetzung für eine Übernahme des Projekts vom russischen Energieunternehmen Lukoil, wie drei mit der Angelegenheit vertraute Quellen bestätigten.

Verstaatlichung nach US-Sanktionen

Anfang Januar verstaatlichte der Irak das strategisch wichtige Ölfeld, nachdem die USA Sanktionen gegen Lukoil verhängt hatten. Die Maßnahmen sind Teil des westlichen Drucks auf Russland wegen des Ukraine-Kriegs. West Qurna 2 zählt zu den größten Ölfeldern weltweit und deckt rund 0,5 Prozent der globalen Ölversorgung sowie fast 10 Prozent der irakischen Förderung ab. Lukoil hat gemäß den Sanktionsbestimmungen bis zum 28. Februar Zeit, seine Vermögenswerte zu veräußern.

Vertragsbedingungen im Fokus

Chevron und das irakische Ölministerium führen derzeit intensive Gespräche über die Verbesserung der vertraglichen Rahmenbedingungen. Jede Einigung würde die Zustimmung des irakischen Kabinetts erfordern, erklärten zwei der drei Quellen. Das irakische Ölministerium bestätigte am Dienstag: "Die Verhandlungen dauern noch an, wobei viele Details weiterhin diskutiert werden."

Ein Chevron-Sprecher äußerte sich nicht zu konkreten kommerziellen Details, betonte aber: "Chevron verfügt weltweit über ein diversifiziertes Explorations- und Produktionsportfolio und prüft weiterhin potenzielle Gelegenheiten." Das Unternehmen handle stets nach seinem Verhaltenskodex und halte alle geltenden Gesetze ein.

Teil der Expansionsstrategie

Ein erfolgreicher Deal würde Chevrons Engagement im Irak deutlich ausweiten. Der Konzern hatte bereits zugestimmt, mehrere Felder im Land zu erschließen. Dies ist Teil einer internationalen Expansionsstrategie, die auf die 53 Milliarden Dollar schwere Übernahme des US-Ölproduzenten Hess im Jahr 2025 folgte.

Irak verbessert Investitionsbedingungen

Der Irak, weltweit der siebtgrößte Ölproduzent, hat in den vergangenen zwei Jahren systematisch die Bedingungen seiner Ölverträge überarbeitet. Ziel ist es, Investitionen anzuziehen und die Fördermenge zu steigern. Führende Ölkonzerne wie TotalEnergies und BP haben bereits Verträge mit kombinierten Investitionszusagen von über 50 Milliarden Dollar unterzeichnet.

Bagdad stellte dabei auf Gewinnbeteiligungsvereinbarungen um und entfernte sich von den weniger attraktiven Dienstleistungsverträgen. Lukoils Projekt West Qurna 2 unterlag noch den alten Dienstleistungsvertragsvereinbarungen und zahlt Branchenquellen zufolge die geringsten Erträge aller irakischen Verträge. Die Vereinbarung war eines der ersten Projekte nach der US-Invasion 2003.

Übergangsphase läuft

Die staatlich geführte Basra Oil Company hat den Betrieb des Feldes für 12 Monate übernommen, während die Eigentumsfrage geklärt wird. Die irakische Ölförderung ist 2025 auf über 4 Millionen Barrel pro Tag gestiegen – von rund 2,5 Millionen Barrel täglich vor der US-Invasion 2003. Die nach dem Krieg angekündigten ehrgeizigen Ziele, die Kapazität auf 9 bis 12 Millionen Barrel pro Tag zu erhöhen, wurden bislang nicht erreicht.

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