ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Cheniere expandiert LNG-Kapazität – Jefferies bullish für Compass Gas

Zwei Schlüsselereignisse im globalen Energiesektor: Cheniere treibt Sabine-Pass-Ausbau voran, Jefferies empfiehlt brasilianischen Gasversorger.

Cheniere expandiert LNG-Kapazität – Jefferies bullish für Compass Gas

Der globale Energiesektor verzeichnete am 28. Mai 2026 zwei bedeutende Entwicklungen: Cheniere Energy Partners gab den offiziellen Start der Erweiterung seines Sabine-Pass-LNG-Terminals bekannt, während die Investmentbank Jefferies die Aktie des brasilianischen Gasversorgers Compass Gas e Energia mit einem Kursziel von 37 Reais zum Kauf empfiehlt. Beide Meldungen unterstreichen die wachsende Bedeutung von Erdgas als globaler Energieträger.

Cheniere Energy Partners hat einen EPC-Vertrag (Engineering, Procurement and Construction) mit Bechtel Energy für die erste Phase der Erweiterung des Sabine-Pass-Terminals im Cameron Parish, Louisiana, unterzeichnet. Gleichzeitig erteilte das Unternehmen Bechtel eine eingeschränkte Genehmigung zum sofortigen Beginn von Ingenieur- und Beschaffungsarbeiten. Das Terminal verfügt derzeit über eine Produktionskapazität von mehr als 30 Millionen Tonnen pro Jahr (mtpa) und gehört damit zu den größten LNG-Exportanlagen der Welt.

Die erste Ausbauphase umfasst den Bau von Train 7, einer Boil-off-Gas-Rückverflüssigungsanlage sowie der dazugehörigen Infrastruktur. Dadurch soll die Kapazität um mehr als 6 mtpa steigen. Die finale Investitionsentscheidung (FID) für diese Phase erwartet Cheniere bis Anfang 2027.

Strategische Bedeutung für die globale Energiesicherheit

Das Projekt hat eine über die rein wirtschaftliche Dimension hinausgehende strategische Relevanz. Das Terminal nutzt reichlich vorhandenes Schiefergas aus den Permian- und Haynesville-Becken und stärkt damit die US-Handelsbilanz. Gleichzeitig dient es als geopolitisches Instrument: Es bietet internationalen Verbündeten eine verlässliche Alternative zu Gaslieferungen aus Russland und dem Nahen Osten – ein Aspekt, der angesichts der globalen Energieversorgungslage besonders für europäische Partner von Bedeutung ist.

Die Ankündigung fiel auf einen Tag, an dem US-Wirtschaftsdaten die Märkte beschäftigten: Die Schätzungen für das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal wurden nach unten revidiert, während Inflationsdaten den Markterwartungen entsprachen. Finanzbeobachter beschrieben die Markteröffnung als vergleichsweise ruhig.

Jefferies setzt auf brasilianischen Gasmarkt

Auf der anderen Seite des Atlantiks initiierte Jefferies die Abdeckung von Compass Gas e Energia, einem der führenden Gasversorger Brasiliens, mit einer Kaufempfehlung. Das Kursziel von 37 Reais impliziert ein Aufwärtspotenzial von 38 Prozent gegenüber dem zuletzt notierten Kurs von 26,85 Reais. Die Analysten sehen den Markt als zu pessimistisch gegenüber dem freien Cashflow und der Marktanteilsstrategie des Unternehmens.

Compass Gas, zu 58 Prozent im Besitz des brasilianischen Konglomerats Cosan, hält einen Marktanteil von 45 Prozent im brasilianischen Gasverteilungsmarkt. Die wichtigste Tochtergesellschaft Comgás trägt rund 70 Prozent des Gruppen-EBITDAs bei und operiert auf Basis einer Konzession, die bis 2049 gültig ist. Jefferies bewertet das Unternehmen mit einem gemischten EV/EBITDA-Multiplikator von 7,7x für 2026 – leicht über dem brasilianischen Versorger-Median von 7,2x.

Die Bewertung gliedert sich wie folgt:

  • Regulierte Gasverteilungseinheiten (Comgás und das Commit-Portfolio): 8x EV/EBITDA
  • Edge Trading und Infrastruktursparte: 5x EV/EBITDA

Wachstumstreiber und Risiken bei Compass Gas

Als wesentlichen Wachstumskatalysator identifiziert Jefferies die bevorstehende Erneuerung von drei regionalen Konzessionen – CGE Rio, MSGas und Necta – zwischen 2027 und 2029. Die Commit-Sparte, die 2022 von Petrobras übernommen wurde, steht dabei im Mittelpunkt der Wachstumsstrategie. Darüber hinaus diversifiziert die Edge-Einheit ihr Portfolio durch den Einstieg in das Biomethan-Segment über ein Joint Venture mit Orizon.

Die Finanzprognosen von Jefferies zeichnen ein positives Bild: Der Umsatz soll von 16,60 Milliarden Reais im Jahr 2025 auf 19,18 Milliarden Reais bis 2027 steigen. Das EBITDA wird für 2027 auf 5,22 Milliarden Reais geschätzt. Auf der Risikoseite stehen Investitionsanforderungen von rund 2,28 bis 2,35 Milliarden Reais in den nächsten zwei Jahren sowie eine Nettoverschuldung von 12,80 Milliarden Reais per erstem Quartal 2026.

Beide Entwicklungen – der LNG-Ausbau in Louisiana und die Wachstumsstory von Compass Gas in Brasilien – verdeutlichen, dass Infrastrukturinvestitionen im Gassektor weltweit ein zentraler Werttreiber für Energieunternehmen bleiben. Während Cheniere die geopolitische Dimension der US-Energiestrategie unterstreicht, zeigt das Compass-Gas-Beispiel, wie liberalisierte Versorgermärkte in Schwellenländern attraktive Investmentchancen bieten können.

Cheniere EnergySabine Pass LngLng KapazitätserweiterungCompass Gas BrasilienJefferies KaufempfehlungEnergiesektor InvestitionenLng Export Usa

Disclaimer