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Chemnitz als Spitzenreiter bei Energieeffizienz ausgezeichnet

Vorbildliche Gebäudesanierungen und dringender Nachholbedarf in anderen Regionen Deutschlands

Chemnitz als Spitzenreiter bei Energieeffizienz ausgezeichnet

Chemnitz ist laut einer aktuellen Auswertung die energieeffizienteste Stadt Deutschlands. Dies wurde vom Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG) bekannt gegeben, der als Initiator der Auszeichnung fungiert. Die sächsische Großstadt setzte sich dabei gegen 49 andere Städte durch und belegte im Ranking der energieeffizientesten Städte den ersten Platz. Besonders hervorzuheben ist, dass viele Immobilien in Chemnitz bereits energetisch saniert wurden und effizient beheizt werden.

Oberbürgermeister Sven Schulze äußerte, dass die ambitionierten Energiestandards bei Neubauten und Sanierungen öffentlicher Gebäude in Chemnitz als Vorbild für die gesamte Stadt gedient haben könnten. Dresden, ebenfalls in Sachsen gelegen, erreichte im Ranking den zweiten Platz, während Landsberg am Lech in Bayern den dritten Rang belegte. Chemnitz habe seine Vorbildfunktion in Bezug auf energieeffiziente Neubauten und die Sanierung öffentlicher Gebäude vorbildlich erfüllt, erklärte Philipp Nimmermann, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Er betonte, dass Energieeffizienz, neben der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung, eine zentrale Rolle für die Transformation des Gebäudesektors spiele. Dies sei entscheidend, um Klimaziele zu erreichen, Energiesicherheit zu gewährleisten und die Energiekosten für die Bevölkerung erschwinglich zu halten.

Die Grundlage der Bewertung bildeten 290.000 Datensätze der Immobilienplattform Immobilienscout24 aus dem Zeitraum von August 2023 bis August 2024. Der Energiekennwert, der im Energieausweis einer Immobilie angegeben ist, spielte hierbei eine zentrale Rolle. Dieser Wert gibt Auskunft darüber, wie effizient ein Gebäude beheizt wird. Chemnitz, Dresden und Landsberg am Lech erzielten in diesem Bereich die besten Ergebnisse.

Die Auszeichnung macht zugleich auf den Nachholbedarf in anderen Teilen Deutschlands aufmerksam. BuVEG-Geschäftsführer Jan Peter Hinrichs hob hervor, dass die großangelegte Sanierungswelle in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung eine wichtige Rolle gespielt habe. Dies offenbare jedoch auch, dass viele Gebäude im übrigen Deutschland weiterhin energetisch ineffizient sind. Laut BuVEG entfallen 50 Prozent des gesamten Energieverbrauchs des Gebäudesektors auf Immobilien in den unteren Energieeffizienzklassen G und H. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, den Gebäudebestand deutschlandweit stärker energetisch zu modernisieren.

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