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CFTC startet Konsultation zur Regulierung von Prognosemärkten

Die US-Derivateaufsicht sucht öffentliches Feedback zu neuen Vorschriften für Ereigniskontrakte an Prognosemärkten.

CFTC startet Konsultation zur Regulierung von Prognosemärkten

Die US-amerikanische Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat am Donnerstag eine sogenannte Advanced Notice of Proposed Rulemaking veröffentlicht. Damit leitet die Behörde ein formelles Verfahren ein, um öffentliche Stellungnahmen zu möglichen neuen Regeln für Ereigniskontrakte an Prognosemärkten zu sammeln. Prognosemärkte erlauben es Teilnehmern, auf den Ausgang bestimmter Ereignisse zu wetten – etwa auf Wahlergebnisse oder wirtschaftliche Entwicklungen.

CFTC-Vorsitzender Michael S. Selig bezeichnete den Schritt als Teil der Bemühungen der Kommission, verantwortungsvolle Innovationen an den Derivatemärkten zu fördern. Ziel sei es, neue Regeln auf Basis einer rationalen Auslegung des Commodity Exchange Act zu entwickeln. Gleichzeitig betonte Selig, dass die CFTC ihre ausschließliche Zuständigkeit für Prognosemärkte klar ausüben werde.

Schwerpunkte der Konsultation

Die Bekanntmachung richtet sich an Marktteilnehmer, Wissenschaftler und die breite Öffentlichkeit. Die CFTC fragt dabei konkret nach mehreren Themenbereichen:

  • Anwendung gesetzlicher Kernprinzipien auf Prognosemärkte
  • Arten von Ereigniskontrakten, die als dem öffentlichen Interesse widersprechend verboten werden könnten
  • Kosten-Nutzen-Erwägungen im Zusammenhang mit Prognosemärkten

Die eingegangenen Kommentare sollen als Grundlage für künftige regulatorische Maßnahmen dienen, was auch eine formale Regelsetzung einschließen kann. Die CFTC will damit einen strukturierten Rahmen für einen Markt schaffen, der in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen hat.

Frist und Einreichung

Schriftliche Stellungnahmen müssen innerhalb von 45 Tagen nach Veröffentlichung der Bekanntmachung im Federal Register eingehen. Kommentare können über das offizielle Portal für öffentliche Kommentare der CFTC eingereicht werden. Für europäische und deutsche Marktteilnehmer ist das Verfahren relevant, da US-Regulierungsentscheidungen häufig als Vorbild für internationale Standards dienen.

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